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„Wir sind lebendiger, schneller, beweglicher“
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Matthias Haack, Geschäftsführer der WEFRA Werbeagentur GWA
Zu Frage 1: Die neuen
technologischen Möglichkeiten eröffnen uns vollkommen neue
Möglichkeiten in der b2b- und b2c-Gesundheitskommunikation: Der
digitale AD-Folder, APP-Applikationen für Kunden und Fachkreise,
Unternehmens- bzw. Produktbranding im Internet usw. Alle Beteiligten
sind doch gerade erst dabei, die neuen Möglichkeiten zu entdecken.
Zu Frage 2: Das AMNOG wird neue
Kommunikationsbaustellen eröffnen. Gefordert sind kommunikative
Lösungen, überzeugende Präsentationen, glaubwürdige Argumentationen.
Kommunikationsstrategien gegenüber einer neuen Zielgruppe – das ist
doch eine tolle Herausforderung. Blicken wir zurück: Die Zielgruppe
„Kostenträger“ wurde in bestimmten Marktsegmenten zur wichtigsten
Zielgruppe. Gleichzeitig wird sie noch häufig als kommunikative
Zielgruppe vernachlässigt. Wie sehen erfolgversprechende Ansprache- und
Betreuungskonzepte aus? Wo sind die Ausrufezeichen!
Zu Frage 3: Das hängt sehr von
der jeweiligen Disziplin ab: Internationale Mediaschaltungen werden
sicherlich international ausgeschrieben. Hier sind wir als
Gründungsagentur von Heal International, die die führenden
Healthcare-Mediaagenturen in F, UK, USA vereint, sehr gut aufgestellt.
Sicher wird auch die eine oder andere internationale Kreativkampagne so
ausgeschrieben, ob allerdings internationale Kreativ-Kampagnen wirklich
einen größeren Erfolg versprechen als landesspezifische Kampagnen,
bedarf noch einer validen Beweisführung. Und ob Adaptionen durch
internationale Netzwerkagenturen erfolgreicher sind als die von
nationalen Spezialisten, halte ich ebenfalls für sehr fragwürdig. Das
Gleiche gilt für nationale/internationale PR-Kampagnen. Ich erlaube mir
sogar zu behaupten, dass selbst digitale Produkt- oder Themen-Kampagnen
von nationalen Spezialisten häufig erfolgreicher gestaltet werden
können, weil sie die aufkeimenden Bedürfnisse besser einschätzen
können, die kulturellen Unterschiede der nationalen Kunden als auch die
nationalen Reglementierungen und ihre Chancen kennen.
Zu Frage 4: Ist das der
Unterschied? Oder liegt es in der Aufstellung der Agentur? Ganzheitlich
crossmedial und somit ausgestattet für eine 360-Grad-Lösung, wenn es um
Healthcare-Kommunikation in Deutschland geht? Es muss sicher große
internationale Agentur-Player geben und es wird immer
hochspezialisierte kleinere und mittlere Agenturen geben. Wichtiger
erscheint mir allerdings der Unterschied Netzwerk- oder inhabergeführte
Agentur. Als „kleine“ Agenturgruppe mit 60 festen Mitarbeitern sind wir
lebendiger, schneller, beweglicher als eine internationale „große“
Gruppe. Wir sind näher am Kunden, nah am Heimatmarkt und näher an den
hiesigen Marktentwicklungen.
Zu Frage 5: Es gibt nur wenige
Agenturen, die so breit wie wir aufgestellt sind: Rund 60 Mitarbeiter
in sechs Tochtergesellschaften (Kreativ, PR, Digital, Publishing, Media
und Consult) vereint unter einem Dach. Spezialisiert auf den
Gesundheits- und Multiplikatoren-Markt. Natürlich ist unser Weg als
Netzwerk unabhängiger internationaler Healthcare-Mediaagenturen nicht
der einzige Weg, aber der für uns erfolgversprechendste. Die Verbindung
mit den jeweils in ihrem Land führenden inhabergeführten Agenturen ist
Benchmark und schafft uns einen Vorsprung – und ist nur schwer
kopierbar.
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PM-Report 2/11
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