|
|
|
„Die Grundvoraussetzung ist, mit guten Leuten einen guten Job zu machen“
|
Hubert Sichler, Geschäftsführer, serviceplan health & life gmbh & co. kg
Zu Frage 1: Die Pharma-Spezialagenturen müssen sich einfach
technologisch und personell aufrüsten. Zwar wird man nicht zukünftig
komplett auf die klassischen Maßnahmen verzichten, aber die
Web-basierten Möglichkeiten sind vielfältig und vor allen Dingen sowohl
schnell zu entwickeln als auch kostengünstig zu produzieren. Was aber
nicht bedeutet, das jetzt alles billiger wird. Seitens der Agenturen
ist es notwendig, nicht nur Kreative und Programmierer mit digitalem
Hintergrund zu beschäftigen, sondern auch Berater, die das digitale
Geschäft kennen und entsprechend agieren können. Und das ist zunächst
einmal eine Investition.
Zu Frage 2: Der Kuchen wird sicher kleiner und die Unternehmen werden
überprüfen, welche Präparate noch in den Fokus gestellt werden müssen.
Zu Frage 3: Das ist jetzt schon der Fall und deswegen auch etwas
problematisch, denn es gibt nur noch wenige deutsche Pharmakonzerne,
die international agieren bzw. wo das internationale Marketing auch in
Deutschland gesteuert wird.
Zu Frage 4: Genau da, wo sie es beschreiben. Klein und sehr
spezialisiert oder groß. Aber in zwei Ausprägungen: Groß und breit
aufgestellt, um als Full-Service-Agentur sämtliche
Marketing-Disziplinen abdecken zu können. Oder groß und mit
internationaler Anbindung.
Zu Frage 5: Die Grundvoraussetzung ist, mit guten Leuten einen guten
Job zu machen. Erfolgsbeispiele als Referenzen vorweisen zu
können. Ein anerkanntes gutes Preis/ Leistungsverhältnis zu haben.
Kontinuität im Management vorzuweisen. Kunden Vorteilspositionen zu
verschaffen. In zweiter Linie hilft dann ein Netzwerk. Wir sind z. B.
Mitglied von INDIGENUS, einem Network von inhabergeführten
Pharmaspezialagenturen, das derzeit weltweit expandiert und sich im
Besitz der Mitgliedsagenturen befindet. Der Sitz ist in New York, wo
auch die Koordination erfolgt. Das Network arbeitet gemeinsam für
diverse internationale Kunden und die einzelnen Agenturen führen ihr
nationales Geschäft für sich selbst. Ein sehr guter Ansatz, der eine
echte Alternative zu den Multis darstellt.
|
|
|
|
PM-Report 2/11
|
|
|
 |
|