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19. Mai 2012   Sie sind nicht eingeloggt    
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Mangelhaftes Wissen

Eine Befragung von 148 berufserfahrenen Pharmareferenten im Rahmen von Bewerbungsgesprächen förderte nach Ansicht der Personalberaterin Dr. Karen Focke-Hecht, Pulheim b. Köln, erschreckende Unkenntnisse zutage.


Nur etwa 13% der Befragten sind mit dem Thema „Integrierte Versorgung“ vertraut. Weniger als 5% der pharmazeutischen Berater kennen das IQWiG und seine Aufgaben. Nicht viel besser stand es um das Wissen um Rabattverträge oder die Struktur der Pharmabranche.

Focke-Hecht, die auch als Lehrbeauftragte an der Fachhochschule für Management (FOM) in Essen tätig ist, stellt die Professionalität zahlreicher Außendienstmitarbeiter der pharmazeutischen Industrie in Frage: „Die Qualität der Antworten auf allgemeine Fragen zum aktuellen Gesundheitssystem lassen den Schluss zu, dass eine Beratungsfunktion von Pharmareferenten eher nicht erwartet werden kann. Neben der Beantwortung pharmakologischer Fragen suchen Ärzte heutzutage die Antwort auf betriebswirtschaftliche und gesundheitspolitische Fragen. Es darf nicht mehr nur darum gehen, Produktbotschaften sicherzustellen.“

Aus der Befragung schließt sie auf einen erheblichen Weiterbildungsbedarf im Vertrieb der pharmazeutischen Industrie.

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