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19. Mai 2012   Sie sind nicht eingeloggt    
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Zittert nur ein Teil des Unternehmens, wackelt das ganze System

von Iris Seuthe, Coaching und Beratung für systemische Lösungen


Führungskräfte sind in wirtschaftlich turbulenten Zeiten besonders gefordert. Sie müssen wichtige Entscheidungen treffen, um Zukunft und Erfolg der Unternehmen zu sichern. Sind Entscheider professionell auf diese Situation vorbereitet, vermeiden Unternehmen nachhaltig hohe Ausgaben, die schnell aufgrund demotivierter Mitarbeiter, von Konflikten in Teams oder Verunsicherung durch Gerüchte entstehen. Aus diesem Grund gewinnen Coaching und Training besonders in Krisenzeiten für Firmen an Bedeutung.

Coaching ist eine ressourcen- und lösungsorientierte Prozessberatung mit dem Ziel einer individuellen Problemlösung durch die Führungskraft selber. Denn ein Problem stellt sich immer wieder: Sind Vorgehensweisen fest eingefahren, fällt es Führungskräften oft schwer, neue Wege zu erkennen und diese auch zu betreten.

Ein Coaching beginnt in der Regel mit einem Kontraktgespräch, um für den Klienten und für den Coach den Rahmen (Anliegen und Ziel sowie Vereinbarungen wie Umfang, Ort, Verschwiegenheit etc.) zu klären. Die weiteren Coachingstunden – ca. zwei bis drei Termine – richten sich nach dem persönlichen Anliegen des Klienten. Häufige Themen sind dabei persönliche Standortbestimmung, neue Positionen/Aufgaben (Führungsrollen), Entscheidungsthemen, Projektbegleitung, Umgang mit Interaktionsstörungen, Orientierungs- und Zielfindungsanalyse, Improving Performance, Change-Management-Prozesse, Development Human Ressources: Potenziale, Präferenzen und Kompetenzen, Analyse und Stärkung der eigenen Ressourcen, Verbesserung eigener Führungsqualitäten (Führungsperformance), Internationalisierung.

So vielfältig wie die Situationen im Arbeits- und Berufsleben sind, so vielfältig sind auch die Einsatzmöglichkeiten eines qualifizierten Coachs: vom Diskussionspartner bei Problemen, Berater bei schwierigen Führungs- und Managementsituationen bis hin zum Sparringspartner bei Entscheidungen und Problemen. Ziele eines Führungskräfte-Coachings können die Verbesserung der Kommunikation, die Effizienzsteigerung von Prozessen oder die Lösung konkreter Probleme sein. Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, dass Führungskräfte geschult sind, Potenziale der Mitarbeiter zu erkennen, diese zu fördern und so für das Unternehmen zu nutzen.

Die Methoden/Formate richten sich im Coaching immer nach dem Anliegen des Klienten. Häufiger zum Einsatz kommen Beobachtungen, Feedback, Training on the Job, analoge Interventionen, Prozessanalysen, individuell angepasste Formate für das Arbeiten an dem Anliegen. Oft kann mit einem Mitarbeiter-Coaching bei personellen Problemen wie einem hohen Krankenstand, Kündigungen oder einem schlechten Arbeitsklima viel erreicht werden. Auch hier sind die Ziele vielfältig: Konflikte gemeinsam bewältigen, Mitarbeiter motivieren und halten, Engagement und Loyalität gegenüber dem Unternehmen aufbauen oder das Leistungspotenzial effektiv und nachhaltig sichern.

Im Mittelpunkt stehen immer die Menschen, die sich individuell weiterentwickeln wollen – und so auch an der Entwicklung ihrer Umgebung und des Unternehmens teilhaben. Deshalb muss auf jeden Menschen und seine Situation individuell eingegangen werden. Jedes Anliegen ist verschieden und erfordert grundsätzlich ein anderes Vorgehen. Denn zittert nur ein Teil des Unternehmens, so wackelt das ganze System. Deshalb kann ein Unternehmen immer nur so gut sein wie die einzelnen Mitarbeiter. Firmen sollten Coaching daher auch als Investition in eine erfolgreiche Zukunft sehen. Für eine effektive und erfolgreiche Zusammenarbeit sollten Unternehmen bei der Wahl des Coachs auf eines besonders achten. Der Coach sollte die gleiche Sprache wie das Unternehmen sprechen.

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