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Zittert nur ein Teil des Unternehmens, wackelt das ganze System
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von Iris Seuthe, Coaching und Beratung für systemische Lösungen
Führungskräfte sind in wirtschaftlich turbulenten Zeiten besonders
gefordert. Sie müssen wichtige Entscheidungen treffen, um Zukunft und
Erfolg der Unternehmen zu sichern. Sind Entscheider professionell auf
diese Situation vorbereitet, vermeiden Unternehmen nachhaltig hohe
Ausgaben, die schnell aufgrund demotivierter Mitarbeiter, von
Konflikten in Teams oder Verunsicherung durch Gerüchte entstehen. Aus
diesem Grund gewinnen Coaching und Training besonders in Krisenzeiten
für Firmen an Bedeutung.
Coaching ist eine ressourcen- und lösungsorientierte Prozessberatung
mit dem Ziel einer individuellen Problemlösung durch die Führungskraft
selber. Denn ein Problem stellt sich immer wieder: Sind Vorgehensweisen
fest eingefahren, fällt es Führungskräften oft schwer, neue Wege zu
erkennen und diese auch zu betreten.
Ein Coaching beginnt in der Regel mit einem Kontraktgespräch, um für
den Klienten und für den Coach den Rahmen (Anliegen und Ziel sowie
Vereinbarungen wie Umfang, Ort, Verschwiegenheit etc.) zu klären. Die
weiteren Coachingstunden – ca. zwei bis drei Termine – richten sich
nach dem persönlichen Anliegen des Klienten. Häufige Themen sind dabei
persönliche Standortbestimmung, neue Positionen/Aufgaben
(Führungsrollen), Entscheidungsthemen, Projektbegleitung, Umgang mit
Interaktionsstörungen, Orientierungs- und Zielfindungsanalyse,
Improving Performance, Change-Management-Prozesse, Development Human
Ressources: Potenziale, Präferenzen und Kompetenzen, Analyse und
Stärkung der eigenen Ressourcen, Verbesserung eigener
Führungsqualitäten (Führungsperformance), Internationalisierung.
So vielfältig wie die Situationen im Arbeits- und Berufsleben sind, so
vielfältig sind auch die Einsatzmöglichkeiten eines qualifizierten
Coachs: vom Diskussionspartner bei Problemen, Berater bei schwierigen
Führungs- und Managementsituationen bis hin zum Sparringspartner bei
Entscheidungen und Problemen. Ziele eines Führungskräfte-Coachings
können die Verbesserung der Kommunikation, die Effizienzsteigerung von
Prozessen oder die Lösung konkreter Probleme sein. Gerade in
Krisenzeiten ist es wichtig, dass Führungskräfte geschult sind,
Potenziale der Mitarbeiter zu erkennen, diese zu fördern und so für das
Unternehmen zu nutzen.
Die Methoden/Formate richten sich im Coaching immer nach dem Anliegen
des Klienten. Häufiger zum Einsatz kommen Beobachtungen, Feedback,
Training on the Job, analoge Interventionen, Prozessanalysen,
individuell angepasste Formate für das Arbeiten an dem Anliegen. Oft
kann mit einem Mitarbeiter-Coaching bei personellen Problemen wie einem
hohen Krankenstand, Kündigungen oder einem schlechten Arbeitsklima viel
erreicht werden. Auch hier sind die Ziele vielfältig: Konflikte
gemeinsam bewältigen, Mitarbeiter motivieren und halten, Engagement und
Loyalität gegenüber dem Unternehmen aufbauen oder das
Leistungspotenzial effektiv und nachhaltig sichern.
Im Mittelpunkt stehen immer die Menschen, die sich individuell
weiterentwickeln wollen – und so auch an der Entwicklung ihrer Umgebung
und des Unternehmens teilhaben. Deshalb muss auf jeden Menschen und
seine Situation individuell eingegangen werden. Jedes Anliegen ist
verschieden und erfordert grundsätzlich ein anderes Vorgehen. Denn
zittert nur ein Teil des Unternehmens, so wackelt das ganze System.
Deshalb kann ein Unternehmen immer nur so gut sein wie die einzelnen
Mitarbeiter. Firmen sollten Coaching daher auch als Investition in eine
erfolgreiche Zukunft sehen. Für eine effektive und erfolgreiche
Zusammenarbeit sollten Unternehmen bei der Wahl des Coachs auf eines
besonders achten. Der Coach sollte die gleiche Sprache wie das
Unternehmen sprechen.
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PM-Report 5/10
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