SUCHE
los
 
Ihr Profil Abonnieren Mediadaten Kontakt
19. Mai 2012   Sie sind nicht eingeloggt    
  Zugangsname:
   
  Passwort:
   
  Passwort vergessen?
Gesundheitswesen
Personen und Daten
Markt + Umfeld
Kassen
Firmen
Agenturszene
Arbeitshilfen
Außendienst
Dienstleistungen
Pharmamarketing
Public Relations
Zielgruppen
Medien
Mediaanalysen
Beruf + Karriere
Was Pharmamanager verdienen
Soziale Netzwerke: Instrument im Personalmarketing
Zittert nur ein Teil des Unternehmens, wackelt das ganze System
Angst vor Jobverlust
Weiterbildung zahlt sich für Unternehmen aus
Vergütungssysteme: Fehler, die man vermeiden kann
Studiengang Pharmaceutical Management MBA
Weiterbildung: Die Bereitschaft zählt
Kommunikations-Tipps per Videoclip
Förderprogamm "Compliance"
Das Gesundheitswesen lernen
 
Soziale Netzwerke: Instrument im Personalmarketing

Soziale Netzwerke nehmen im Personalmarketing eine immer wichtigere Rolle ein. 39% aller Unternehmen im deutschsprachigen Raum nutzen bereits Onlinedienste wie Facebook und Twitter, um sich Kunden und Bewerbern zu empfehlen.


65% der aktiven Unternehmen haben auf diesem Weg Fachkräfte ansprechen und einstellen können. Der Durchschnitt pro Unternehmen lag bei zwei Neueinstellungen, belegen die Zahlen des Social Media Reports HR 2010. Der Autor des Reports, Thorsten zur Jacobsmühlen, bewertet die Möglichkeiten der Mitarbeitergewinnung im Web 2.0 allerdings vorsichtig. „Die Recruiting-Lösung schlechthin“ sei dies zwar nicht, jedoch böten soziale Netzwerke ganz neue und attraktive Möglichkeiten des Personalmarketings. Unternehmen könnten die Chance nutzen, „sich als Arbeitgeber interessant zu machen“, indem sie mit wertvollen und unterhaltsamen Beiträgen und Artikeln bei ihrer Zielgruppe ein attraktives Image gestalten.

Das bloße Einstellen von Stellenanzeigen funktioniere im interaktiven Web nicht, da die Nutzer dort primär Kommunikation, Information und Spaß erwarteten. Da man aktiv suchende Bewerber aber ohnehin besser über Online-Jobbörsen anspreche, liege der Fokus des Personalmarketings in sozialen Netzwerken viel mehr darauf, „unterschwellig zu rekrutieren“. Entscheidend für den Erfolg dieser Aktivitäten seien ein stimmiges Marketingkonzept und die durchgängige Betreuung der Onlinedienste.

Bisher nutzen Personalabteilungen Social Media vor allem als Recruitingwerkzeug (74%), zur Steigerung des Employer-Brandings (71%) und um die eigenen Mitarbeiter als Botschafter einzusetzen (57%). Von 68% werden Xing und von 26% Facebook am häufigsten eingesetzt. „Rekrutieren ist Kommunizieren“, konstatiert denn auch Thomas Teetz, Personalmarketing-Chef bei der Deutschen Telekom. Übergeordnetes Ziel sei für den Konzern ein erfolgreiches „Employer Branding“, also die bewusste Gestaltung einer attraktiven Arbeitgebermarke – nach innen wie nach außen: Mit interaktiven Auftritten in sozialen Netzwerken versuche die Telekom also gleichzeitig die Mitarbeiterbindung zu stärken und potentielle Bewerber anzusprechen. Dabei werde das eigene Personal bewusst als „Botschafter des Unternehmens“ in die Außendarstellung miteinbezogen. Wichtig seien dabei grundsätzliche Vereinbarungen mit den aktiven Mitarbeitern, damit unsachliche Äußerungen vermieden werden.

Die Interaktivität der sozialen Netzwerke stelle das Unternehmen insbesondere dann vor Herausforderungen, wenn Kritik geäußert werde, erklärte Teetz. Hier sei „Offenheit“ gefragt: Wer die direkte Kommunikation mit den Menschen suche, stelle sich eben auch der Realität – und erhalte so die Chance, aktiv das Bild seines Unternehmens in der Öffentlichkeit zu optimieren, indem auf Anregungen eingegangen und Probleme in der Öffentlichkeit gelöst werden.

Wenn Personalabteilungen Social Media ablehnen, dann vor allem, weil sie keinen Sinn oder Mehrwert für sich entdecken können (34%), sie derartige Dienste nicht nutzen (14%) oder weil Zeit (12%) oder Wissen (7%) zur richtigen Nutzung fehlen.

Noch scheinen viele Unternehmen auf den Umgang mit Social Media auch nicht vorbereitet zu sein. 64% besitzen beispielsweise keine Richtlinie für die Nutzung. Nur 18% besitzen sie. In 45% der Unternehmen ist die Nutzung völlig frei, bei 6% völlig verboten. Auch der eigene Ruf wird in Social Media noch selten kontrolliert. Das machen gerade einmal 18% regelmäßig, bei 32% findet gar keine Kontrolle statt. 59% geben aber zu, einen Bewerber schon mal auf diesem Wege überprüft zu haben.

Aktivitäten in sozialen Netzwerken lohnen sich für Unternehmen sowohl bei der Ansprache hochqualifizierter Bewerber als auch für Marketingzwecke mehr und mehr – wenn sie professionell und kontinuierlich betrieben werden, sagen Personalmanager. So geben denn auch 53% an, 2010 mehr in Social Media investieren zu wollen. Höhere Investitionen werden auch für die eigene Karrierewebsite (45%), Hochschulmarketing (33%), Mitarbeiterempfehlungen (34%) und Onlinestellenbörsen (28%) geplant. Verlierer sind Print-Stellenbörsen, Personalberater und Zeitarbeit.

Zukunft Mittelstand, Köln; Social Media Report HR 2010
PM-Report 5/10
Datenbanken
home AGBs Impressum Datenschutz E-Mail Copyright Service © PM-Report 2006-2012