|
|
|
Stada zum Teil interessiert
|
Stada will anscheinend einen Teil der OTC-Sparte von GSK kaufen. Einige
Produkte stehen zum Verkauf, die nicht zum Kerngeschäft gehören, und
nun in einem Gesamtpaket veräußert werden sollen. Stadas Interesse
beruht aber nicht auf dem ganzen Paket.
So will die Financial Times Deutschland (FTD) wissen, dass die zum
Verkauf stehende Produkte einem Umsatz von ca. 565 Mio. Euro in 2010
einbrachten. Das deckt rund 10% des Bereichs Consumer Healthcare ab.
Die betroffenen Produkte sind u.a. Alli (Orlistat), die Intimpflege
Lactacyd und die Urologika Granufink. Auch die Drogeriemarke Abtei
gehört zu dem geschnürten Paket, das GSK eigentlich nur im Gesamten
hergeben möchte.
Und das könnte genau der Knackpunkt sein: Stada möchte anscheinend nur
das apothekenexklusive Geschäft des Pakets mit rund 220 Mio. Euro
Umsatz übernehmen.
Das Gesamtpaket für ganz Europa beläuft sich auf ca. 1,7 Mrd. Euro.
Deswegen schätzen Experten die Chance für andere Bieter höher ein, die
das ganze
Paket übernehmen wollen. Dazu zählen die Finanzinvestoren Bain und
Blackstone.
Außerdem schreibt die FTD: "Das Analysehaus Independent Research hat
die Einstufung für Stada nach einem Pressebericht über angebliches
Kaufinteresse des Generikaherstellers am OTC-Europageschäft von
GlaxoSmithKline auf "Halten" mit einem Kursziel von 26,00 Euro
belassen. Die Chancen für einen Kauf der in Europa verfügbaren,
rezeptfreien GSK-Produkte würden dadurch begrenzt, dass GSK
möglicherweise die weltweiten OTC-Aktivitäten im Paket veräußern will,
schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Montag. Im
Erfolgsfall würde Stada damit sein Markengeschäft stärken und die
Abhängigkeit vom stark regulierten Generikageschäft verringern."
|
|
Foto: Stada
|
|
20.09.11
|
|
|
 |
|