Abbott wird in zwei unabhängige Unternehmen getrennt - in ein
Diagnostik- und in ein Pharmaunternehmen. Für Miles D. White,
Vorstandsvorsitzender und CEO von Abbott, eine Kehrtwende in der
langjährigen Firmengeschichte: "... ist ein bedeutendes Ereignis für
Abbott, und reflektiert einen weiteren dynamischen Umbruch in unserer
123-jährigen Firmengeschichte, stärkt unsere Perspektive für stabiles
und nachhaltiges Wachstum und Einnahmen der Aktionäre."
Das eine Unternehmen, welches den Namen Abbott weiterführt, sollen
Generika, Diagnostika und Medizintechnik- und Ernährungsprodukte
vertreiben. Das andere Unternehmen wird sich auf patentgeschützte
Arzneimittel und Biologicals konzentrieren - ein Name soll später dafür
gefunden werden. Das neue Unternehmen Abbott macht derzeit 22 Mrd.
US-Dollar Umsatz. Ziel ist es, neue Medizinprodukte und Techniken auf
den Markt zu bringen. Als Wachstumsfelder werden die sogenannten
emerging markets ins Visier genommen.
Die noch unbenannte Pharmasparte erzielt derzeit rund 18 Mrd. US-Dollar
Umsatz, mehr als ein Drittel davon entfallen auf den Blockbuster Humira
(Adalimumab). Andere umsatzstarke Produkte sind Kaletra (Lopinavir),
Lupron (Leuprorelin) und Synagis (Palivizumab). Mehr als 20 neue
Wirkstoffe sind anscheinend in der Pipeline: dem Vernehmen nach in den
Bereichen der Immunologie, Multiple Sklerose, chronische Nierenleiden,
Hepatitis C, Frauengesundheit und Onkologie.
Richard A. Gonzalez, designierter Vorstandsvorsitzender und CEO des
noch namenlosen Pharmaunternehmens, glaubt an das Portfolio: "Das
Pharmaunternehmen wird ein Führer in der Industrie sein mit einem
überzeugenden und nachhaltigen Portfolio aus spezialisierten
Medikamenten und einer vielversprechenden Pipeline von zukünftigen
Produkten."
Auf boerse-online.de wird spekuliert: "...Mischkonzerne stehen am
Kapitalmarkt ständig unter Druck, weil Analysten ihre Zahlen schlechter
miteinander vergleichen können, als dies bei fokussierten Unternehmen
der Fall ist... Ohnehin strebten Pharmakonzerne nach Jahren der
Konzentration zuletzt wieder mehr in die Breite. Gerade das
forschungsintensive Geschäft mit patentgeschützten Produkten hat sich
als hochriskant erwiesen, weil die Zulassungsbehörden immer strenger
werden. Wenn ein Neuprodukt in einer späten Entwicklungsphase
scheitert, muss ein Konzern das an anderer Stelle ausgleichen können.
Vor allem die europäischen Anbieter haben ihre Palette an
Medizinprodukten ausgeweitet, beispielsweise, indem sie
Generikageschäfte zukauften."
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abbott.de; apotheke-adhoc.de
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24.10.11
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