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Amgen übernimmt Micromet

Amgen hat Micromet, Inc. übernommen - für ca. 1,16 Mrd. US-Dollar. Die Übernahme umfasst auch neuartige Medikamente gegen hämatologische Malignome, die derzeit in klinischen Studien getestet werden. Und ebenso die patentgeschützte BiTE(R)-Technologie gehört zum Deal, von der sich versprochen wird, die Behandlung verschiedener Tumorarten zu verbessern.


Diese neue Technologie besteht aus dem bispezifischen BiTE(R)-Antikörper Blinatumomab, der sich derzeit in Phase 2 der klinischen Entwicklung für akute Lymphoblastenleukämie (ALL) befindet. Blinatumomab ist zudem in der klinischen Entwicklungsphase für die Behandlung des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL). Man geht davon aus, dass der Antikörper auch für die Behandlung anderer hämatologischer Malignome eingesetzt werden könnte.

Kevin Sharer, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer (CEO) von Amgen, setzt auf Spezialisierung: "Blinatumomab wird unsere Onkologie-Pipeline erweitern und spiegelt somit unsere Unternehmensstrategie wider, die auf die Entwicklung und die erfolgreiche Kommerzialisierung neuartiger Arzneimittel zur Behandlung von Patienten mit schweren Erkrankungen spezialisiert ist."

Dr. Christian Itin, Präsident und Vorstandsvorsitzende von Micromet, sieht in der Übernahme die Chance für eine schnelle Markteinführung: "Amgens weitreichende Ressourcen und Erfahrungen im Bereich der Entwicklung und der Vermarktung von Biologika lassen auf eine schnellere Markteinführung von Blinatumomab hoffen und auch darauf, die Entwicklung des Medikaments auf den Bereich der B-Zell-Malignome zu erweitern und so das volle Potenzial der neuartigen BiTE(R)-Technologie auszuschöpfen."

Der Firmenhauptsitz des in Deutschland gegründeten Biotechnologieunternehmens Micromet liegt in Rockville, Maryland, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung (R&D) des Konzerns in München. Die Übernahme wird voraussichtlich im ersten Quartal 2012 abgeschlossen werden.

30.01.12
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