Bürgerinnen und Bürger haben sich Gedanken beim Bürgerdialog
"Hightech-Medizin - welche Gesundheit wollen wir?" gemacht. Ihre
konkreten Empfehlungen haben sie in einem Bürgerreport zusammen
gefasst, u.a. wollen sie, dass Patienten nach dem Arztbesuch ihre
Diagnose verstehen und alle möglichen Behandlungsmaßnahmen kennen
sollen.
Um das zu erreichen, sprechen sie folgende Empfehlungen aus:
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Mehr Raum für menschliche Betreuung und persönlichen Kontakt schaffen
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Arbeitsbedingungen in der Intensiv- und Palliativmedizin verbessern: Bewährtes erhalten, Neues gestalten.
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Selbstbestimmung zur Datenspeicherung und differenzierte Zugriffsmöglichkeiten sichern (z. B. Elektronische Gesundheitskarte)
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Intensiv- und Palliativpatienten ganzheitlich betrachten und behandeln: Sprechende Medizin und Pflege auch umsetzen.
Neben dem Thema Telemedizin diskutierten die Teilnehmenden zwei Tage
den Einsatz Neuronaler Implantate und das Spannungsfeld zwischen
Intensiv- und Palliativmedizin. "Ich habe vor allem zum Thema Intensiv-
und Palliativmedizin diskutiert. Mir ist es wichtig, dass Ärzte,
Patienten, ihre Angehörigen, die Forschung und Unternehmen sich eng
austauschen", fordert die älteste Teilnehmerin Rosemarie Elster, 80
Jahre, aus Halle. Die jüngste Teilnehmerin, die 17-jährige Schülerin
Lisa Martens aus Elpersbüttel freut sich über den
generationenübergreifenden Austausch beim Bürgerdialog: "Die Diskussion
war sehr ergiebig. Wir erwarten, dass die Ergebnisse an all
diejenigen übermittelt werden, die unsere vorgeschlagenen Empfehlungen
umsetzen könnten. Dabei ist mir auch klar, dass das nicht bis morgen
geschehen kann. Es wird noch manches dicke Brett zu bohren sein."
Prof. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender des Beraterkreises, ist
beeindruckt: "Der Bürgerdialog hat mich sehr beeindruckt - sowohl der
Prozess selbst als auch die Bürgerinnen und Bürger. Sie haben sehr
ernsthaft und hart gearbeitet. Der Bürgerreport enthält eine ganze
Reihe von klugen Empfehlungen, die es lohnt, anzuschauen."
Zum Bürgerdialog Hightech-Medizin
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstaltete in
den vergangenen Monaten den Bürgerdialog "Hightech-Medizin". Die Ideen
und Vorschläge aus sechs eintägigen Bürgerkonferenzen sowie dem
parallel geführten Online-Dialog auf www.buergerdialog-bmbf.de waren
die Diskussionsgrundlage für die etwa 100 Teilnehmenden am
Bürgergipfel, die zuvor schon an einer der Bürgerkonferenzen
teilgenommen hatten.
Der Bürgerdialog Hightech-Medizin wurde von 31 Kooperationspartnern aus
den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft
unterstützt.
Der Bürgerdialog ist Teil eines umfassenden Beteiligungsprozesses, den
das Ministerium für einen Zeitraum von vier Jahren zu verschiedenen
Zukunftstechnologien initiiert hat. Der erste Bürgerdialog widmete sich
Energietechnologien für die Zukunft. Der dritte Bürgerdialog des BMBF
wird sich mit einem zentralen Zukunftsthema beschäftigen: Wie können
wir den Konsum in einer Wohlstandsgesellschaft nachhaltig gestalten,
damit Menschen in anderen Erdteilen und künftige Generationen gut leben
können? Der Dialog soll damit einen wichtigen Beitrag zum
Wissenschaftsjahr 2012 leisten, das unter dem Motto "Zukunftsprojekt
Erde" steht.
Der gesamte Bürgerreport hier.
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Foto: André Wagenzik
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06.12.11
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