Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat ausgerechnet, dass "die
effektiven Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung
(GKV) im Jahr 2011 um 2,8% bzw. 800 Mio. Euro auf 27,1 Mrd. Euro
gesunken" sind. Tatsächlich liegt der Rückgang noch höher.
Der DAV rechnet vor: Zieht man von den 27,1 Mrd. Euro die auf 1,4 Mrd.
Euro geschätzten Einsparungen aus den unveröffentlichten
Rabattverträgen der Kassen ab (gemeldet 2010: 1,3 Mrd. Euro), sind die
Ausgaben sogar noch weit geringer. Insgesamt liegen die
GKV-Arzneimittelausgaben deutlich unter den Erwartungen von
Krankenkassen und Ärzten, die zuletzt einen Rückgang um nur 0,3%
prognostiziert hatten.
Neben den Arzneimittelausgaben (inkl. Hilfsmittel, Verbandstoffe,
Medizinprodukte) sind 2011 auch die Ausgaben für Impfstoffe gesunken –
um 0,1% von 1,040 auf 1,039 Mrd. Euro. Die Zahl der ärztlich
ausgestellten Rezepte für Arzneimittel blieb mit 457 Mio. fast konstant
(+0,9% gegenüber 453 Mio. im Jahr 2010). Die Zahl der zulasten der GKV
abgegebenen Arzneimittelpackungen sank um 0,1% von 731 (2010) auf 730
(2011) Mio.
DAV-Vorsitzender Fritz Becker nutzt die Ergebnisse, um in eigener Sache
zu kritisieren: "Mit dem erhöhten Zwangsabschlag von 2,05 Euro pro
Arzneimittel sind allein im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro direkt
an die Krankenkassen zurückgeflossen... Apotheke heute bedeutet:
Betrieb zu den Kosten von 2012 mit dem Honorar von 2004."
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Foto: DAK/Schläger
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31.01.12
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