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Drittgrößte Krankenkasse geht an den Start

Hans Bender, Verwaltungsratsvorsitzender der DAK und Joachim Schwind, Verwaltungrasvorsitzender der BKK Gesundheit; Foto: DAK/Wigger
Durch den nun abgenickten Zusammenschluss von DAK und der BKK Gesundheit entsteht zum 1. Januar 2012 die neue DAK-Gesundheit. Damit wird sie die drittgrößte Krankenkasse (6,6 Mio. Versicherte) hinter der Barmer GEK (8,6 Mio. Versicherte) und der TK (7,6 Mio. Versicherte). Allerdings haben beide Kassen mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt, so kommt ihnen die Fusion vielleicht ganz recht, um Kosten drücken zu können.


Die neue DAK-Gesundheit drückt das natürlich anders aus: "Die neue Krankenkasse verbindet die Vorteile der Geschäftsmodelle von DAK und BKK Gesundheit. Davon profitieren die Kunden beider Kassen: So stehen für die Kundenberatung ab kommendem Jahr bundesweit rund 850 Servicezentren zur Verfügung. Gleichzeitig wird die neue DAK-Gesundheit in vielen Betrieben verankert sein und dort einen maßgeschneiderten Service für die Belegschaften bieten." Auch bleiben die Versichertenkarten gültig und bereits geschlossene Zusatzversicherungen bleiben bestehen, beruhigt die neue Superkasse.

Die beiden Kassen wollen ihr Vertragsmanagement sowie ihre Versorgungsangebote bündeln. Beide Unternehmen stellen zurzeit ihre IT auf die neue GKV Standardsoftware iskv 21c um. Diese neue Software soll Lösungen für effiziente und kundenorientierte Prozesse schaffen. Auch damit werden die Verwaltungskosten weiter reduziert, hofft Rebscher - und zwar hofft er bis 2015 auf jährliche Einsparungen von rund 50 Mio. Euro. Außerdem gehe man als große Kasse ganz anders in Verhandlungen mit z. B. Pharmaunternehmen, wenn es darum geht für ein Medikament einen Preis auszudiskutieren.

Doch beide Kassen waren angeschlagen. So hat die DAK laut Spiegel online 2010 ca. 500.000 Versicherte verloren. Grund war der Zusatzbeitrag, den die Kasse von ihren Versicherten verlangt. Vielleicht wird die drittgrößte Kasse auch mal zum Kassenführer, denn Rebscher meinte: "Wir sind offen für weitere Zusammenschlüsse."

Hans Bender, Verwaltungsratsvorsitzender der DAK und Joachim Schwind, Verwaltungrasvorsitzender der BKK Gesundheit; Foto: DAK/Wigger
12.10.11
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