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Zukunft der GKV?
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Die AOK ließ über die Zukunft der GKV diskutieren. Ein Fazit aus der
Runde: Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist
sinnvoll und auch unter Wahrung der Solidarität zwischen den
Versicherten möglich, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Die sind
jedoch heute nur zum Teil gegeben.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "AOK im Dialog" wurde zum Thema
"Zukunft der GKV: Solidarität bewahren - durch mehr Wettbewerb?"
diskutiert. Dabei kam es sogar zu Übereinstimmungen: Jens Spahn,
gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und
Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, sind
sich einig, dass sich die Rahmenbedingungen durch die Einführung
des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA)
verbessert haben. Sie sehen einen Wettbewerb um eine qualitativ
gute und wirtschaftliche Versorgung der Versicherten angekurbelt.
Graalmann will den Morbi-RSA aber verbessert wissen. So fallen die
Zuweisungen etwa für Demenzkranke viel zu gering aus, kritisiert
er. Spahn meint, "den Methodenfehler kann man sich ja
nochmals anschauen."
Prof. Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen sieht
Nachholbedarf bei der Vertragsfreiheit für einzelne Krankenkassen und
einzelne Leistungsanbieter: "Wenn sich jeder jederzeit bequem in den
Kollektivvertrag zurückfallen lassen kann, läuft Vertragswettbewerb
zwangsläufig teilweise leer." Mit einem Mehr an Vertragsfreiheit müsse
allerdings eine entsprechende Qualitätssicherungspolitik einhergehen.
Bereits etabliert sind nach seiner Analyse vor allem die freie Wahl der
Krankenkasse, die Preis- und Kostensensitivität von Anbietern und
Nachfragern von Versicherungs- und Gesundheitsleistungen, die Risiko-
und Einkommenssolidarität ohne Anreize zur Risikoselektion sowie der
garantierte Zugang zu Gesundheitsleistungen.
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Foto: ABDA
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17.11.11
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