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Barmer GEK schreibt Wirkstoffe aus
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Nun ist auch Deutschlands größte Krankenkasse mit an Bord: Die BARMER
GEK schreibt über 30 Wirkstoffe exklusiv aus. Pro Generika sieht sich
darin bestätigt, dass sich durch die Rabattverträge die
Marktkonzentration erhöhen wird - was folglich den Wettbewerb im
patentfreien Arzneimittelmarkt ausbremsen wird.
Die Barmer GEK hat sich anscheinend die AOK zum Vorbild genommen und
will wie diese exklusive Zuschläge erteilen - allerdings ohne
Regionallose. Die Verträge über 30 Wirkstoffe oder
Wirkstoffkombinationen sollen für zwei Jahre gelten. Im Mai 2012 soll
es losgehen. Laut Apotheke adhoc gehören zu den ausgeschriebenen
Wirkstoffen Amlodipin, Bisoprolol, Carvedilol, Enalapril, Furosemid,
Lisinopril, Metoprolol, Ramipril, Torasemid und Verapamil und
zahlreiche Antibiotika. Die Hersteller haben bis zum 20. Dezember Zeit,
um ihre Angebote einzureichen.
Bis zum Beginn der nun ausgeschriebenen Rabattverträge gelten noch die
Vereinbarungen über die Sortimente mit Hexal, ratiopharm und Stada und
ihren Schwesterfirmen sowie mit Betapharm, Mylan Dura, Q-Pharm und der
Sanofi-Tochter Winthrop. Durch die Fusion mit der GEK sind die Verträge
übernommen worden.
Als äußerst problematisch für den nachhaltigen Wettbewerb kritisiert
Pro Generika diese neue Ausschreibung. Pro Generika-Geschäftsführer
Bork Bretthauer fasst sich an den Kopf: "Wenn nun die BARMER GEK als
größte deutsche Krankenkasse ebenfalls Rabattverträge ausschreibt, ist
das folglich kein Signal für mehr Wettbewerb. Denn je mehr
Krankenkassen sich an diesem Verfahren beteiligen, desto schneller wird
auch die Marktkonzentration voranschreiten. Die IGES-Studie hingegen
zeigt klar auf, was Grundlage eines funktionierenden Wettbewerbs im
Arzneimittelmarkt ist: Je mehr Unternehmen im Wettbewerb agieren, desto
intensiver und nachhaltiger entwickelt sich der Preiswettbewerb."
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31.10.11
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