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BVMed-Herbstumfrage: Überwiegend positive Stimmung
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Laut der Herbstumfrage 2011 des Bundesverbandes Medizintechnologie
(BVMed) können sich die Unternehmen der Medizintechnologie freuen: Sie
verzeichnen 2011 ein Umsatzwachstum von 5,3%. Auch schätzen die
MedTech-Unternehmen den Standort Deutschland überwiegend positiv ein.
Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen lag in
Deutschland nach Angaben der offiziellen Wirtschaftsstatistik im Jahr
2010 bei 20 Mrd. Euro. BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied
Joachim M. Schmitt sieht die Situation dennoch zweigeteilt: "Die
wirtschaftliche Entwicklung der Branche ist weiter relativ stabil.
Knapp 80 Prozent der befragten MedTech-Unternehmen rechnen in diesem
Jahr mit einem besseren Umsatzergebnis als 2010. Das ist überwiegend
geprägt durch Exportzuwächse... Die Gewinnsituation hat sich
verschlechtert." Vor allem weiter gestiegene Rohstoffpreise und
steigende Transportkosten würden die Freude dämpfen. Deswegen fällt der
Ausblick der Unternehmen auf das Jahr 2012 vorsichtig optimistisch aus:
46% erwarten ein besseres Gewinnergebnis als in diesem Jahr. 15%
erwarten zurückgehende Gewinne.
Der Standort Deutschland wird von den befragten MedTech-Unternehmen
nach wie vor überwiegend positiv beurteilt. 60% sehen ein hohes
Versorgungsniveau der Patienten. Als große Stärken werden eine gute
Infrastruktur (58%), die schnelle Marktzulassung (47%), gut
ausgebildete Ärzte (44%) und ein hoher Standard der klinischen
Forschung (42%) genannt. Schwächen sehen die Unternehmen dagegen im
Erstattungsbereich. 59% kritisieren den zunehmenden Preisdruck durch
Einkaufsgemeinschaften, 52% ein insgesamt zu niedriges
Erstattungsniveau in Deutschland. Knapp 50% der Unternehmen beanstanden
eine innovationsfeindliche Politik der Krankenkassen. Ein immer
wichtigerer Aspekt wird der zunehmende Fachkräftemangel.
Bei den gesundheitspolitischen Forderungen steht das Thema
"Entbürokratisierung und Beschleunigung der Entscheidungswege" im
Vordergrund (52%). Das geht vor allem in Richtung Gemeinsamer
Bundesausschuss (G-BA). Ein Viertel der Unternehmen spricht sich für
eine Reform der Selbstverwaltungsorgane aus. Weitere Forderungen der
Unternehmen betreffen die Wahlfreiheit der Versicherten bei ihrem
Hilfsmittel-Leistungserbringer (34%), die Einführung von
Mehrkostenregelungen(32%) oder die Möglichkeit von Kostenerstattung im
Einzelfall (31%).
Mehr Ergebnisse unter:
http://www.bvmed.de/stepone/data/downloads/8d/e0/00/
pm8011_medienseminar2011.pdf
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03.11.11
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