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19. Mai 2012   Sie sind nicht eingeloggt    
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Gesundheitswesen
Personen und Daten
Markt + Umfeld
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14 Arzneimittel-Festbeträge in der Prüfung
Im Dossierrausch
Erster G-BA-Beschluss: Beträchtlicher Zusatznutzen für Ticagrelor
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Das Geschäft mit den Daten
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WIdO: Arzneimittelpreisindex sinkt
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Erste Bestätigung
Aufruf zur Diskussion
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BAH: Offensiv werden
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Preisverhandlungen: Transparenz um jeden Preis
Studie: Arzneimittelversorgung der Privatversicherten
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BAH: Offensiv werden

Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) schaltet auf Angriff: Der Verband startet eine Kampagne für mehr Eigenverantwortung und einen sinnvollen Einsatz der Selbstmedikation unter dem Motto "Gesundheit gibt es auch rezeptfrei". Außerdem will sich der Verband mit der Kampagne "Mit dem Arzneimittel statt am Arzneimittel sparen" klar gegen den permanenten Vorwurf der Kostentreiberei im GKV-Markt positionieren.


Der BAH-Vorsitzende Hans Georg Hoffmann findet es allerhöchste Zeit, sich in die Diskussion im Gesundheitswesen einzumischen. So kenne die Bevölkerung kaum die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Sonderstellung des Arzneimittels. Außerdem beobachtet er mit Sorge, dass eine zunehmende Trivialisierung des Arzneimittels stattfindet. Er denkt dabei u.a. an Pick up, Versandhandel und Rabattverträge unter dem Motto je billiger desto besser. Bei den rezeptpflichtigen und im Bereich der GKV abgegebenen Arzneimitteln gelte das Arzneimittel zu Unrecht immer noch als der Kostentreiber und als Hauptursache für steigende Kassenbeiträge, kritisiert Hoffmann.

Aus diesen Gründen werden der Verband eine geballte Gegenoffensive mit dem Ziel starten, die Arzneimittel-Hersteller von Betroffenen zu Mitgestaltern zu machen und noch einmal den Wert des Arzneimittels für Versicherte und Patienten in den Vordergrund zu rücken. Der BAH stelle dazu in den nächsten Jahren umfangreiche finanzielle Mittel zur Verfügung. In die Entwicklung dieser Offensivstrategie würden alle Gremien des Verbandes eingebunden. Hoffmann lud auch die Marktpartner und in besonderem Maße die Apothekerschaft ein, sich an der Kampagne gegen die Bagatellisierung und für die Werthaltigkeit des Arzneimittels zu beteiligen.

Jens Spahn, CDU-Gesundheitsexperte, sieht das naturgemäß etwas anders und meinte auf der BAH-Jahresversammlung: "Es ist doch nicht unser Job aufzupassen, dass Sie nicht wie die Lemminge über die Klippe laufen. Wir machen doch nicht Ihre Preise." Und er prescht beim Stichwort frühe Nutzenbewertung voran: "Wenn Arzneimittel keinen Zusatznutzen haben und einfach nur teurer sind, dann wollen wir sie einfach nicht haben."
Quelle: bah-bonn.de; apotheke-adhoc.de
PM 04.10.2011
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