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19. Mai 2012   Sie sind nicht eingeloggt    
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Versorgung mit Antidepressiva variiert

Insight Health hat sich die Anzahl abgerechneter ambulanter GKV-Rezepte mit Antidepressiva (ATC-Gruppe: N06A) genauer angesehen: Zwischen 2009 und 2010 stiegen die Verordnungen bundesweit um 6,9% auf 19,4 Mio. Packungen. Regional gibt es laut den Marktforschern ziemliche Unterschiede. So beträgt beispielsweise der Ausgabenanteil patentgeschützter Antidepressiva in Mecklenburg-Vorpommern über 30%, in Bremen dagegen knapp 10%.


Insight Health hat festgestellt, dass es erhebliche Ausgabenunterschiede zwischen den Regionen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) von bis zu 85% gibt. Beispielsweise sind 2010 im Durchschnitt (ganz Deutschland) je Patient Ausgaben (nach Apothekenverkaufspreisen) in Höhe von 149 Euro angefallen. Der Spitzenwert in der KV Mecklenburg-Vorpommern erreicht 193 Euro pro Patient. In der KV-Region Bremen Behandelte verursachten hingegen nur ambulante Antidepressiva-Ausgaben von 104 Euro je Patient.

Die definierten Tagestherapiedosen (DDD) variieren dementsprechend auch: In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Wert bei 242 und in Bremen bei 190 Tagesdosen je Patient (Durchschnittswert 222 DDD). Betrachtet man die ambulante Versorgungsdichte (hier: Tagesdosen Antidepressiva je GKV-Versicherten) werden in Bayern mit 19,6 die meisten DDD je Versicherten verordnet und in Sachsen-Anhalt mit 14,3 die wenigsten.

Die Ergebnisse würden zeigen, dass die unterschiedliche Morbidität nicht alle Versorgungsunterschiede erklären kann. Ein wesentlicher Anhaltspunkt hierbei könnte das unterschiedliche Verschreibungsverhalten der Ärzte sein, erklären sich die Analysten diese Differenzen.

Zur Analyse:
Die Zahlen und Berechnungen von INSIGHT Health basieren auf einer Vollerhebung der abgerechneten GKV-Verordnungen aus dem ambulant-ärztlichen Sektor und den pseudonymisierten Rezeptdaten des INSIGHT Health Patienten Tracking.

04.11.11
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