Gute Nachrichten für die Krankenkassen: Laut IMS Health haben sich die
Ausgaben für Arzneimittel und Test-Diagnostika für den gesamten
GKV-Markt in den ersten neun Monaten 2011 um 2,7% reduziert. Der Absatz
nach Packungen erhöht sich geringfügig um 0,7%. Ohne Impfstoffe, die
bei der GKV über eine andere Kostenstelle verbucht werden, betragen die
Ausgaben 21,6 Mrd. Euro bei einem Rückgang von 2,5%.
Die Marktanalysten haben auch eine Erklärung für diese rückläufige
Entwicklung: die erhöhten Hersteller-Zwangsrabatte (130a Abs. 6 SGB V)
im Rahmen des AMNOG. Hinzu kommt ein bis 2013 festgelegtes
Preismoratorium. Die erhöhten Abschläge der Leistungserbringer
haben dazu geführt, dass sich das dadurch erzielte Einsparvolumen in
den ersten neun Monaten 2011 bereits der 3-Milliardenmarke (2,8 Mrd.
Euro) nähert. Seit 2011 hat auch der Großhandel einen Abschlag von
0,85% auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU) zu
gewähren. Dadurch reduziert sich der Apothekeneinkaufspreis (AEP) und
folglich auch der Apothekenverkaufspreis (AVP). Der Rabatt, den die
Apotheken den Gesetzlichen Krankenkassen pro Packung für
rezeptpflichtige Arzneimittel zu gewähren haben, wurde von 1,75 Euro
auf 2,05 Euro angehoben. Damit schultern Hersteller, Apotheken und
Großhandel allein einen Einsparbeitrag von 13% der GKV-Arzneiausgaben,
wobei der Löwenanteil auf die pharmazeutische Industrie entfällt,
urteilt IMS Health über die politischen Maßnahmen.
Andere Entwicklungen:
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In den ersten neun Monaten 2011 wurden kaum mehr Arzneipackungen über
die Apothekentheke gingen, aber bei verschreibungspflichtigen
Medikamenten wurden immerhin um +4,8% mehr Großpackungen (N3)
verordnet. Die Verschreibung mittlerer (N2) und kleiner Packungen (N1)
nahm dagegen ab.
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Die zehn absatzstärksten Arzneigruppen weisen denn mit Ausnahme der
Kategorie Calcium-Antagonisten (Einsatz bei
Herz-Kreislauf-Erkrankungen) alle Zuwächse bei der N3-Größe auf, einige
besonders stark. N3-Verschreibungen nahmen am stärksten bei
Magenmitteln, Schmerzmitteln und Antidepressiva zu.
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IMS Health beziffert die kompletten Arzneimittelausgaben auf knapp
22,3 Mrd. Euro zu Apothekenverkaufspreisen (AVP) in den ersten neun
Monaten von 2011. Bereits abgezogen sind hier die von den
Pharmaherstellern zu leistenden Zwangsrabatte sowie die Nachlässe der
Apotheken gegenüber der GKV. Unberücksichtigt sind Einsparungen aus
Rabattverträgen und Patientenzuzahlungen.
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10.11.11
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