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19. Mai 2012   Sie sind nicht eingeloggt    
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GKV-Ausgaben rückläufig

Gute Nachrichten für die Krankenkassen: Laut IMS Health haben sich die Ausgaben für Arzneimittel und Test-Diagnostika für den gesamten GKV-Markt in den ersten neun Monaten 2011 um 2,7% reduziert. Der Absatz nach Packungen erhöht sich geringfügig um 0,7%. Ohne Impfstoffe, die bei der GKV über eine andere Kostenstelle verbucht werden, betragen die Ausgaben 21,6 Mrd. Euro bei einem Rückgang von 2,5%.


Die Marktanalysten haben auch eine Erklärung für diese rückläufige Entwicklung: die erhöhten Hersteller-Zwangsrabatte (130a Abs. 6 SGB V) im Rahmen des AMNOG. Hinzu kommt ein bis 2013 festgelegtes Preismoratorium. Die erhöhten Abschläge der Leistungserbringer haben dazu geführt, dass sich das dadurch erzielte Einsparvolumen in den ersten neun Monaten 2011 bereits der 3-Milliardenmarke (2,8 Mrd. Euro) nähert. Seit 2011 hat auch der Großhandel einen Abschlag von 0,85% auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU) zu gewähren. Dadurch reduziert sich der Apothekeneinkaufspreis (AEP) und folglich auch der Apothekenverkaufspreis (AVP). Der Rabatt, den die Apotheken den Gesetzlichen Krankenkassen pro Packung für rezeptpflichtige Arzneimittel zu gewähren haben, wurde von 1,75 Euro auf 2,05 Euro angehoben. Damit schultern Hersteller, Apotheken und Großhandel allein einen Einsparbeitrag von 13% der GKV-Arzneiausgaben, wobei der Löwenanteil auf die pharmazeutische Industrie entfällt, urteilt IMS Health über die politischen Maßnahmen.
 
Andere Entwicklungen:
  • In den ersten neun Monaten 2011 wurden kaum mehr Arzneipackungen über die Apothekentheke gingen, aber bei verschreibungspflichtigen Medikamenten wurden immerhin um +4,8% mehr Großpackungen (N3) verordnet. Die Verschreibung mittlerer (N2) und kleiner Packungen (N1) nahm dagegen ab.
  • Die zehn absatzstärksten Arzneigruppen weisen denn mit Ausnahme der Kategorie Calcium-Antagonisten (Einsatz bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen) alle Zuwächse bei der N3-Größe auf, einige besonders stark. N3-Verschreibungen nahmen am stärksten bei Magenmitteln, Schmerzmitteln und Antidepressiva zu.
  • IMS Health beziffert die kompletten Arzneimittelausgaben auf knapp 22,3 Mrd. Euro zu Apothekenverkaufspreisen (AVP) in den ersten neun Monaten von 2011. Bereits abgezogen sind hier die von den Pharmaherstellern zu leistenden Zwangsrabatte sowie die Nachlässe der Apotheken gegenüber der GKV. Unberücksichtigt sind Einsparungen aus Rabattverträgen und Patientenzuzahlungen.
10.11.11
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