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19. Mai 2012   Sie sind nicht eingeloggt    
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Gesundheitswesen
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Im Dossierrausch
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Diagnostika-Industrie ist optimistisch

Die deutsche Diagnostika-Industrie startet optimistisch ins neue Jahr: 78,3% der Unternehmen rechnen mit steigenden Umsätzen in 2012, das sind sechs Prozent mehr im Vergleich zu 2011. VDGH-Vorstandsvorsitzender Matthias Borst erklärt sich das so: "Zum einen sorgt die insgesamt zufriedenstellende Entwicklung im Jahr 2011 bei den Unternehmen für Auftrieb, zum anderen gibt es offenbar einen Vertrauensbonus für den Standort Deutschland."


Laut dem Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) ist in 2011 der Diagnostika-Markt um rund 2,1% auf 2,188 Mrd. Euro gestiegen. Basis für diese Berechnung sind die Umsatzzahlen der ersten drei Quartale 2011. Und die jährliche Umfrage, die der Verband Ende 2011 unter seinen Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Labordiagnostik und Schnelltests durchführte, zeigt weiterhin gute Erwartungen. Beispielsweise bei den Investitionen sehen 40% der befragten Unternehmen neue Spielräume, 45% wollen genauso viel investieren wie im Vorjahr.

Für Borst liegt das u.a. in den für 2012 auf den Weg gebrachten gesetzlichen Rahmenbedingungen, die in der Branche Grund zu vorsichtiger Hoffnung geben: "Die Grundidee einer ´Innovation auf Probe´, die vom VDGH vor zwei Jahren in die gesundheitspolitische Diskussion eingebracht wurde, ist im neuen Versorgungsstrukturgesetz aufgegriffen worden," freut er sich.

Doch die Freude ist bei Borst auch getrübt: "Während Deutschlands Diagnostica-Sparte EU-weit ein Fünftel des Umsatzes realisiert, spielt sie – gemessen an ihrer Wachstumsdynamik – bislang nur im hinteren Mittelfeld mit." Die befragten VDGH-Mitgliedsunternehmen geben dazu an, dass sie zum einen mit den enormen Konsolidierungs- und Konzentrationsprozessen auf Seiten der Laborketten zu kämpfen haben. Auch der Trend der Krankenhäuser, ihre Labore auszugliedern und Laboraufträge an Dritte zu vergeben, wurde genannt. Als wichtiges Hemmnis benennt die Branche langwierige Aufnahmeverfahren zur Erstattung von Laborinnovationen in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Und "mit diesen Marktanforderungen muss unsere Industrie zurechtkommen," schwört sich Borst auf diese Herausforderungen ein.

13.01.12
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