Im Februar heißt es wieder für die Apotheker, dass sie sich auf neue
Packungsgrößen umstellen müssen. Laut einer Aktualisierung der
Packungsgrößenverordnung (PackungsV) sollen Arzneimittel, die seit Mai
letzten Jahres neu im Markt sind, neue N-Größen haben. Als eine
Begründung für die Umstellung wird der Versuch genannt, bei manchen
Wirkstoffen die Packungsgrößen mehr den Verordnungen anzupassen.
Laut Apotheke adhoc betrifft das das Parkinsonmittel mit Budipin,
welches in der N3-Größe nun 100 anstatt 200 Tabletten beinhaltet,
antivirale Mittel mit Ritonavir sollen 90, 300 und 450 Milliliter oder
Gramm (derzeit: 30, 84, 450) enthalten. Neu dazu kommt der antivirale
Wirkstoff Boceprevir (N1=84, N2=360) und Pirfenidon in der Gruppe der
Immunsuppressiva (N1=63, N2=270). Auch für Abirateron in der Gruppe der
Zytostatika und Metastasenhemmer gibt es eine Änderung - N2 entspricht
nun 120 Tabletten. Diese Anpassung sei notwendig, da die
Verordnung mit der Therapie übereinstimmen soll, erklärt das
Bundesgesundheitsministerium (BMG). Für einen Monat sollen die
Patienten dadurch mit ihrer Dosis zurecht kommen, beispielsweisebeträgt
die Tagesdosis bei Abirateron vier Tabletten.
Die Gruppe "Augentropfen in konservierungsmittelfreien
Mehrdosenbehältnissen" fällt komplett weg. Das BMG will dadurch den
Austausch verhindern - und zwar Präparate gegen
konservierungsstoffhaltige Augentropfen mit demselben Wirkstoff, aber
unterschiedlichen N-Größen. Beispielsweise beim Timolol-Produkt
Timo-Comod (Augentropfen) muss es ab Februar ganz genau zugehen: Ärzte
müssen das Präparat namentlich und unter Angabe der exakten Menge
verordnen.
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Foto: AOK-Mediendienst
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18.01.12
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