Das dritte Quartal für OTC-Präparate ist laut Nielsen ziemlich stabil
gewesen: Während die Nachfrage ein minimales Minus von 0,4% verbuchte,
legte der OTC-Umsatz leicht zu (+1,5%). Insgesamt steigerte der
Gesamtmarkt (Offizin-Apotheken, LEH und Drogeriemärkte inkl.
Apotheken-Versandhandel) damit sein Volumen auf 1,883 Mrd. Euro.
Nielsen sieht im dritten Quartal 2011 die sonst treibende Kraft nicht
bei Erkältungs- und Grippemittel. Sondern die stärksten Absatz- und
Umsatzgewinne wurden diesmal in ganz unterschiedlichen Bereichen
erzielt: bei Produkten gegen Gelenk- und Muskelschmerzen (Absatz + 9%,
Umsatz + 10%), Augenprodukten (Absatz 4%, Umsatz ca. 5%), bei
Beruhigungs-und Schlafmitteln (Absatz 9%, Umsatz 12%) sowie Produkten
gegen Hautpilze (Absatz 7%, Umsatz 18%). Die Umsätze dürften hier eher
innovationsgetrieben sein, erklärt Nielsen das.
Zu den überproportionalen Wachstumsträgern zählten Diäten bei
Adipositas, Mittel gegen Sodbrennen und Sonstige Hautschutzmittel. Bei
Präparaten gegen Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Laxantien
(Abführmittel) gibt es derzeit die höchsten Umsatzzuwächse im
OTC-Markt. Die Umsätze bei Schmerzmitteln sowie Nasenspray/Nasentropfen
bleiben auf Vorjahresniveau, die Umsätze mit Husten- und
Erkältungsmitteln zeigen aufgrund eines anderen Saisonverlaufes
sinkende Tendenz.
Im zurückliegenden Quartal entwickelten sich die Offizin-Apotheken mit
einem Quartalsumsatz von 1,733 Mrd. Euro durchaus marktkonform (+1,6%);
im Absatz zeigte der stärkste Vertriebskanal allerdings im Vergleich
zum Gesamtmarkt eine schwächere Performance (-1,4%), analysiert
Nielsen. Dagegen war im Massenmarkt (LEH & DM) seit längerer Zeit
erstmals wieder eine leichte Aufwärtstendenz zu beobachten. Der Absatz
blieb weitgehend auf Vorjahresniveau (-0,3%); die Umsatzzuwächse
bewegten sich – vor allem gemessen am Umsatzplus des Gesamtmarktes
– allerdings nur geringfügig nach oben (0,6%).
Die mit Abstand höchste Wachstumsdynamik konnte wie schon in den
vorangegangenen Perioden wiederum der Apotheken-Versandhandel erzielen.
Bei Absatzzuwächsen von über zwanzig Prozent hielt das Umsatzplus
allerdings wegen des Preiswettbewerbs innerhalb dieses Vertriebskanals
nicht ganz Schritt (16%).
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22.11.11
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