Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) liegt ein Positionspapier von
Gesundheitspolitikern der Union vor. Und das hat es in sich.
Beispielsweise steht darin, dass bei den Preisverhandlungen zwischen
Herstellern und GKV-Spitzenverband einiges geändert werden soll: "Bei
den Preisverhandlungen ist klarzustellen, dass die Referenzländer in
ihrer Wirtschaftskraft mit Deutschland vergleichbar sein müssen, das
Preisniveau von Rumänien oder Bulgarien ist sicher nicht angemessen."
Anscheinend sollen für die Preisverhandlungen nur noch vier zu
Deutschland vergleichbare EU-Staaten zu einem Preisvergleich
herangezogen werden, wie dies bei Impfstoffen geschieht. Damit prescht
die Union voran. Im Oktober letzten Jahres waren sich der
GKV-Spitzenverband und die Verbände der pharmazeutischen Unternehmer
(BAH, BPI, Pro Generika und vfa sowie im Benehmen mit dem Verband der
Arzneimittel-Importeure) noch uneinig, welche anderen europäischen
Länder zum Vergleich herangezogen werden sollen, um die
Herstellerabgabepreise in der Rahmenvereinbarung festzusetzen. Das
muss nach Anrufung der Schiedsstelle eigentlich diese entscheiden.
Außerdem will die Union das Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM) personell aufstocken, damit Medikamente
schneller zugelassen werden können. Eine andere Idee ist es, den
Bewertungsausschuss dazu zu verpflichten, für Arzneimittel bei der
personalisierten Medizin eine eigene Abrechnungskennzahl einzuführen:
Spätestens nach sechs Monaten soll eine eigene Abrechnungsziffer im
Einheitlichen Bewertungsmaßstab festgelegt werden. Da die Ziffer
momentan fehle, könne diese ärztliche Leistung bislang nicht in
ausreichendem Maße erbracht werden, bemängelt die Union.
Die Pharmaverbände dringen auf derartige Änderungen, berichtet die
FAZ. Dem Kassenverband würden diese Vorschläge dagegen gar nicht nicht
schmecken.
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Foto: ABDA
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26.01.12
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