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Was erwarten Fachverlage von 2009?
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Dr. Klaus Bußmann, Leiter Marketing und Marktforschung/Mitglied der
Geschäftsleitung, Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden
Die Fragen:
1. Publikums-, Zeitungs- und Zeitschriftenverlage klagen über
Budgetumschichtungen der Auftraggeber. Wie sehen Sie diese Entwicklung
2009 für medizinische Fachverlage?
2. Welche Argumente sprechen für die Anzeige?
3. Wie wollen Sie Ihren Titel/Ihre Titel zukunftssicher machen und
planen Sie in diesem Zusammenhang, crossmediale Ansätze auszubauen, und
wenn ja, wie?
zu 1.: Für die medizinischen Fachverlage wird es sicherlich
unterschiedliche Entwicklungen geben. In Zeiten von Budgetkürzungen und
-umschichtungen werden sich Kunden und Mediaagenturen für ihre
Mediaplanung die Fachtitel genauer ansehen und bei der Auswahl sehr
viel selektiver vorgehen als in der Vergangenheit. Hier zählen dann die
gesamte Leistung, die hohe redaktionelle Qualität und die gute
Reichweite eines Titels in seiner Zielgruppe. Einige Titel werden sich
daher stabil halten können und andere werden Umsätze verlieren. Die GPI
Werbestatistik (Vergleich Jan–Nov, 2007 zu 2008) zeigt für den gesamten
Markt nur einen leichten Rückgang, aber eine gezieltere Ausgabe der
Werbegelder in den einzelnen Fachbereichen.
zu 2.: In Zeiten von generellen Budgetkürzungen und
Außendienstreduktionen spricht eigentlich einiges für eine Renaissance
der Anzeige. In unserem Segment ist die Leistung der Anzeige immer
unterschätzt worden. Ihre Vorteile: Sie ist kostengünstig, sie hat eine
schnelle Verbreitung, schließt Lücken zwischen Außendienstbesuchen und
kann auch einen Besuch im kombinierten Einsatz mit anderen
Kommunikationsmitteln ersetzen. Sie erzeugt Beachtung, löst Reaktionen
aus und trägt durchaus ihren Anteil zum Umsatz eines Produktes bei.
Notwendig für eine optimale Wirkung sind die Auswahl der geeigneten
Werbeträger, eine hohe Reichweite und natürlich auch eine hervorragende
Gestaltung des Werbemittels. Die Wahl eines guten Werbeträgers
kombiniert mit einer gut gestalteten Anzeige wird die gewünschte
Wirkung erzielen.
zu 3.: Man kann nicht davon ausgehen, dass der Anzeigenmarkt der
medizinischen Fachpresse in der nächsten Zukunft Wachstum zu
verzeichnen hat. Daher muss sich jeder Verlag um die Entwicklung
zusätzlicher und anderer Produkte kümmern, die ihm das notwendige
Wachstum garantieren. Hierbei sollten die Informationsbedürfnisse der
Zielgruppen analysiert, entsprechende Produkte entwickelt und angeboten
werden. Crossmediale Ansätze spielen hier ebenso eine große Rolle wie
auch Corporate-Media-Angebote. Hier sind der Kreativität und der
verlegerischen Herausforderung und der Ausweitung der Zielgruppen keine
Grenzen gesetzt. Wie immer kommt es auf die Sichtweise an: Das Glas
kann als halb leer oder halb voll betrachtet werden.
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PM-Report 1/09
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