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„know your values and frame the debate“

von Dr. Giuseppe Gianni (Foto links), Geschäftsführer der BRAND HEALTH GmbH, und Dr. Walter Reimund (Foto rechts), Geschäftsführer der marian Kommunikationsforschung GmbH, eine eigenständige Tochter der Brand Health


Grundsätzlich ergeben sich auf allen Ebenen des Marketing-Mix Ansatzpunkte, Hebel zur Imageverbesserung anzusetzen. Auf der Produktebene steht zentral das Kommunizieren von Forschungskompetenz sowie wissenschaftlich-innovativem Knowhow.

In einer Brand-Health-Studie zum Aut-idem-Verhalten aus 2009 bezeichnen 65% der Fachärzte und APIs Forschungskompetenz als Beweggrund, Aut-idem-Kreuze zu setzen. Das impliziert zweierlei: zum einen die Bedeutung der Forschung für das Image und zum anderen für eine bewusste Verordnung eines Präparates. Gut inszenierte und kommunizierte Forschungsarbeit – bedeutet mehr Image – führt zu mehr Verordnung. Eng damit verbunden werden von 52% der Ärzte in der Studie vielseitige und individuelle Beratung durch ein Unternehmen genannt. Hier birgt der Branchentrend zur Reduktion von Sales-Forces ein hohes Risiko potential, das Image zu trüben. Der Abbau vom Außendienst sollte nicht ohne kommunikativen Ausgleich erfolgen – passend zu kommunikativen Needs verschiedener DocTypes®.

Besonders kritisch ist die Minimierung des Außendienstes in Kombination mit kommunikativer Stille und Herstellerrückzug beim Auslaufen von Patentschutz der Originalpräparate. Das führt zu sinkenden Verordnungen, was aber keinesfalls sein müsste – schlecht für das Image und schlecht für die Verordnung. Kommunikation verläuft überwiegend über implizite Codes, darüber was wir vorbewusst wahrnehmen. Hier haben natürlich Corporate Design/Corporate Identity einen kaum überschätzbaren Wert. Via Gestaltprägnanz und Appeal usw. muss es gelingen, passend zu Unternehmenswerten sich nachdrücklich in Zielgruppen und der breiteren Öffentlichkeit zu verankern.

Die Pharmabranche bewegt sich in einem Umfeld, in dem häufig Vorbehalte die Wahrnehmung von Unternehmen trüben. Die Gründe dafür sind vielfältig, Gesundheit ist High-Involvement-Bereich, Therapien können mit Risiken behaftet sein, Gesundheit kostet viel Geld. Um es mit dem amerikanischen Politikberater George Lakoff zu sagen, „know your values and frame the debate“. Oft erleben wir PR-Kommunikation als zu reaktiv, erleben Antworten erst, wenn sich Kritik und Krisen entzündet haben. Aufgrund von Studienergebnissen und Beratungserfahrungen im Rahmen des Marian ThemeDetectors® empfehlen wir unseren Kunden, die Diskussion zu Therapien oder zu Unternehmensstrategien proaktiv zu gestalten, indem sie den Rahmen formen, innerhalb dessen die Themen und Verhaltensweisen des Unternehmens interpretiert und diskutiert werden. Kontinuierliches Tracking und Intervention längst bevor Krisen aufkommen, erweisen sich als Voraussetzung, Imagewerte schützen und dauerhaft verbessern zu können. Kommunikationsforschung hilft das Image zu verbessern.

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