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19. Mai 2012   Sie sind nicht eingeloggt    
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Die Summe aller Handlungen

von Dr. Monika Schulte, geschäftsführende Gesellschafterin von Bird & Schulte Advertising


Jede Aktivität, jede Äußerung eines Unternehmens zahlt auf dessen Image ein. Daher lassen sich nur schwer Einzelmaßnahmen der Corporate Communications nennen, die zwangsläufig zu einer langfristigen Imagesteigerung führen müssten. Es ist die Summe aller (möglichst ineinandergreifenden) Handlungen und Haltungen des Unternehmens, die sein Bild in der Öffentlichkeit prägen. Dies vor Augen lassen sich drei Aufgabenbereiche aufzeigen, die von elementarer Bedeutung für das Firmenimage sind:
1. Der Auf- und Ausbau starker, authentischer und emotional besetzter Marken
Durch sie erfahren Ärzte, Patienten und Konsumenten in besonderer Weise und unmittelbar, welche Werte und positiven Eigenschaften mit dem Unternehmen assoziiert sind. Starke Marken lassen wenig Raum für Spekulationen. Leider sind sie gerade im Rx-Bereich jedoch noch rar.

2. Der Einsatz des Vertriebs
Unternehmen werden durch ihre Außendienstmannschaft wie in keiner anderen Weise bei den wichtigsten Zielgruppen repräsentiert und individualisiert. Für den Arzt stellt der Pharmaberater oft den wichtigsten, regelmäßigsten (und evtl. sogar einzigen!) Kontakt zur jeweiligen Firma dar. Eine neue Studie zeigt genau das, was alle ahnten: Niedergelassene Ärzte differenzieren zwischen konkurrierenden Firmen vor allem über das Bild, das der Pharmaberater in ihren Augen hinterlässt (Quelle: ifabs 2011). Eine Riesenchance für die Unternehmen, hier über die Vermittlung von Daten und Fakten hinaus den Vertrieb als „Imagefilter“ zu nutzen, wenn auch mit der Gefahr hinsichtlich Steuerbarkeit und Einheitlichkeit.

3. Neue Corporate Communications Klassische Tools (Firmenportraits, Periodika, Press-Releases, Spots, Sponsoring, Event etc.) spielen auch weiterhin eine große Rolle für die Imagebildung. Ergänzt werden sie inzwischen durch gezielte Konzepte zum professionellen Umgang mit der Mediengesellschaft. Dringend anzuraten ist z. B. ein vorausschauendes Krisen-/Issuemanagement, bei dem es im Zweifel nicht nur um Schadensbegrenzung gehen darf, sondern auch darum, durch Offenheit und entschlossenes Handeln zu überzeugen und (neues) Vertrauen zu schaffen. Stärker in den Fokus rücken außerdem Online-Tools wie die Nutzung von Social-Media-Kanälen und differenziertem Online-Reputation- Management als Reaktion auf eine sich zunehmend verselbstständigende Imagebildung im Netz.

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