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19. Mai 2012   Sie sind nicht eingeloggt    
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Sales force goes digital: Optimierung des persönlichen Außendienstgesprächs mithilfe interaktiver Medien

von Dr. Susanne Isgro, Geschäftsführerin Isgro Gesundheitskommunikation


Je nach Unternehmensstrategie und Position des Präparates im Produktlebenszyklus flankieren oder substituieren E-Detailing-Konzepte zunehmend den klassischen Außendienstbesuch. Neue Medien gewährleisten für die Verordner-Kommunikation ein hohes Maß an Flexibilität: Sie bieten die Möglichkeit, die Rezipienten, die vielmehr zu aktiven Usern werden, auf unterschiedlichen Wissensniveaus abzuholen und sich den spezifischen Informationsbedürfnissen des einzelnen Arztes anzupassen. Die multimediale Aufbereitung der Inhalte stellt zudem eine abwechslungsreiche, unterhaltsame und damit eingängige Form der Wissensvermittlung dar. Das Modell des persönlichen Gespräches mit dem Arzt hat dennoch noch lange nicht ausgedient und stellt – insbesondere im Sinne eines Key-Account-Managements – immer noch ein essenzielles Kundenbindungs-Tool im Marketing-Mix vieler pharmazeutischer Unternehmen dar.

Wie lassen sich die Vorteile interaktiver Medien für das traditionelle Außendienstgespräch in den Praxen nutzen? In Zeiten gedeckelter GKV-Budgets, hohen Verwaltungsaufwands und infolgedessen eng getakteter Patientengespräche ist die Zeit der Verordner und Empfehler für ein persönliches Gespräch mit den Pharmareferenten ein knappes Gut geworden. Umso kostbarer die wenigen Minuten, die dem Außendienstmitarbeiter zur Verfügung stehen, sein Gegenüber von den USPs der Präparate und Serviceleistungen seines Unternehmens zu überzeugen. Gerade ein so kostenintensives Marketinginstrument wie das Außendienstgespräch bedarf in Hinblick auf den Return on Investment einer ständigen Optimierung. Neben konsistenten, scharf herausgearbeiteten Argumentationslinien kommt es darauf an, auf den Gesprächspartner mit seinem individuellen Zeitfenster und seinen ganz spezifischen Informationsbedürfnissen einzugehen.

Klassische Außendienstmaterialien im Print-Format stoßen hier relativ schnell an ihre Grenzen, da sie nur geringfügig bis gar nicht individualisierbar sind. Mittel- bis langfristig werden sie daher durch Tablet-Computer wie beispielsweise das iPad ersetzt werden.

Allen Ärztetypen gerecht werden
Die Mannheimer Fullservice-Agentur Isgro Gesundheitskommunikation entwickelt schon seit Markteinführung des iPads in Deutschland Mitte 2010 multimediale Außendienstpräsentationen für das Tablet aus dem Hause Apple. Die Vorteile der digitalen Unterstützung des Gesprächs vor Ort: Jeder Arzt tickt anders. Während den einen nur Hard Facts in Form von wissenschaftlichen Studien interessieren, möchte der andere den Wirkmechanismus eines Präparats anhand von aufwendigen 3-D-Animationen nachvollziehen. Mit einer multimedial aufgebauten Präsentation kann der Außendienstmitarbeiter beiden Verordner- bzw. Empfehlertypen gerecht werden. Auch kommt die Möglichkeit des schnellen Wechsels zwischen unterschiedlichen Darstellungsformen und Modulen der – im hektischen Praxisalltag oft geringen – Aufmerksamkeitsspanne der Ärzte entgegen.

Immer hochaktuell dank mobilem Internet
Ob interaktiver Wissenstests oder Meinungsumfrage: Mit nur wenigen „Touches“ kann der Arzt auf dem Tablet sein Voting abgeben und bekommt seine persönliche Befragungsauswertung unmittelbar präsentiert. Besonders spannend ist es, wenn das Gerät über einen mobilen Internetanschluss verfügt. Dann kann der Außendienstmitarbeiter beispielsweise dem Arzt anhand eines „Meinungsbarometers“ unmittelbar zeigen, wie seine Fachkollegen abgestimmt haben. Auch können die Präsentationsinhalte so mithilfe von zentralen Updates ständig bequem aktualisiert werden.

Digitale Daten sind leichtes Gepäck
Maßgebliche Voraussetzung für die Akzeptanz beim Außendienst ist die Anwendungsfreundlichkeit und Alltagstauglichkeit der Geräte: Beispielsweise das iPad zeichnet sich durch eine intuitive Menüführung aus. So kann der Pharmareferent problemlos zwischen einzelnen Modulen wechseln und ganz flexibel auf den Gesprächsverlauf reagieren bzw. diesen aktiv steuern. Es bedarf keiner intensiven Mitarbeiterschulung, da sich die Bedienung fast wie von selbst erschließt. Auch in puncto Gewicht sind die digitalen „Außendienstunterlagen“ den klassischen Foldern und Leporellos deutlich überlegen: Es kann problemlos eine sehr große Menge an Informationen und Daten mitgeführt werden. Auch werden diese Geräte mit jeder neuen Generation leichter und platzsparender, was das Handling noch benutzerfreundlicher macht. Vor allem aber – und dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Laptops – sind die iPads sofort startklar, ein Knopfdruck genügt und die Präsentation kann starten.

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