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Arzneimittel-Lieferdienst: Otto will mitmischen
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Der Versandhändler Otto möchte sein Spektrum ausweiten - und zwar in
Richtung Apotheke und Arzneimittel-Lieferdienst. Das Unternehmen möchte
dafür eine Online-Bestellplattform anbieten und Apotheken vor Ort
sollen dann die bestellten Medikamente ausliefern. Laut einer eigenen
Befragung fänden 80% der Otto-Kunden diese neue Möglichkeit interessant.
Die Kunden würden ihre Arzneimittel online über eine Plattform
bestellen. Das Versandhaus übernimmt dabei die Bestellungen und
Zahlungsvorgänge. Durch die geplante Zusammenarbeit mit Apotheken vor
Ort - jeder Apotheker bekommt ein Gebiet zugeteilt - sollen zeitnahe
Lieferungen garantiert werden.
Laut Apotheke adhoc kostet das allerdings die Apotheken eine jährliche
"Partner Fee" von 1000 Euro. Dazu kommen anscheinend noch Provisionen
pro Bestellung, 3 Euro pro Rezept und 15% des OTC-Umsatzes. Dass der
Kunde auch wirklich seine Bestellung prompt erhält, muss die Apotheke
eine Lieferzeit angeben, die mindestens zweimal zwei Stunden pro Tag
ist. Und auch muss der Apotheker angeben, wie schnell er abliefern kann.
In trockenen Tüchern scheint das Projekt noch nicht zu sein. Denn
geplant war im Juli eine Testphase in Hamburg. Bisher haben sich aber
wohl noch nicht genügend Apotheken bereit erklärt, mitzumachen. Otto
erwartete dort 50 bis 80 Apotheken unter Vertrag nehmen zu können.
Danach sollten weitere Großstädte folgen, in denen Kunden vom neuen
Angebot profitieren sollen. Laut einem Konzernsprecher sollen in
Hamburg nun erst einmal fünf bis zehn Apotheken an der Testphase
teilnehmen.
Otto-Kunden, die mitmachen würden, gibt es dagegen schon. Vor allem
schätzen die 80% der Befürworter eines solchen Lieferservices die
Bequemlichkeit und die kurzen Lieferzeiten. Auch hoffen sie auf
Preisvorteile und das Vertrauen in die Vor-Ort-Apotheke.
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Foto: Otto GmbH & Co KG
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07.09.11
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