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KBV: Einschwören auf Veränderungen
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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) schwört die Ärzte auf
Veränderungen ein: KBV-Chef Dr. Andreas Köhler ist sich zumindest über
eines im Klaren: "Wir stehen unabhängig von der politischen
Konstellation vor einer ganzen Reihe wichtiger Fragen, mit denen wir
uns in den kommenden sechs Jahren befassen müssen." Und natürlich geht
es auch ums Geld, denn "im Versorgungsstrukturgesetz ist die
Zielsetzung enthalten, die Pauschalen zurückzufahren und stärker zu
differenzieren. Wie das geschehen soll, auch darüber müssen wir
innerhalb der ärztlichen Selbstverwaltung beraten."
Für Köhler gehört dazu, dass "die Finanzierung der gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) auf eine breitere Basis gestellt werden muss,
wenn sie die Versorgung langfristig sichern soll." Doch es geht ihm
nicht nur um die Einnahmeseite: "Wir müssen auch über eine stärkere
Lenkung der Ausgaben nachdenken: etwa über einen Leistungskatalog, der
Grund- und Wahlleistungen unterscheidet." Die Grundleistungen würden
über die GKV finanziert und enthielten alles medizinisch Sinnvolle und
Notwendige. Privatversicherungen würden dann nur noch
Zusatzversicherungen anbieten, lautet Köhlers Vorschlag.
Das Versorgungsstrukturgesetz kommt Köhler entgegen: "Schon lange gab
es kein Gesetz wie dieses mehr, das die KVen nicht nur als
nachgeordnete Verwaltungs- und Regulierungsinstanz begreift, sondern
als aktive Gestalter der Versorgung. Lassen Sie uns diese Chance
nutzen!" Wie das dann im Genauen aussehen soll, steht in der Mitteilung
nicht.
Einer scheint die Änderungen nicht mehr mittragen zu wollen. Carl-Heinz
Müller, KBV-Vorstand, will Anfang 2012 sein Amt aufgeben. Ihm ist es
wichtig, mehr Zeit für seine Familie zu haben und auch wieder mehr in
seiner Hausarztpraxis arbeiten zu können. Laut aerzteblatt.de ist er
"enttäuscht über das Verhalten des Spitzenverbands der gesetzlichen
Krankenversicherung in den Verhandlungen über den Online-Rollout... Die
Gesellschafterversammlung der gematik hatte am Montag ein stufenweises
Vorgehen der Online-Anbindung der Gesundheistkarte beschlossen. Das
Verhalten der Kassen sei jedoch ein "Klauen von Lebenszeit" gewesen."
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12.12.11
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