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APOkix: Schlechte Stimmung bei den Apothekern

Die deutschen Apothekerinnen und Apotheker sind nicht besonders optimistisch: Laut dem Apothekenkonjunkturindex (APOkix) rechnen knapp 87% der Apothekerschaft im neuen Jahr mit sinkenden Umsätzen. Dagegen ankämpfen wollen sie 2012 mit apotheken-exklusiven Mehrwerten, z. B. mit einer sicheren und qualitativ hochwertigen Arzneimittelversorgung, aber auch mit einer Schärfung des eigenen Profils gegenüber Wettbewerbern.


Bereits zu Anfang 2011 waren nach Inkrafttreten des AMNOG Apothekerinnen und Apotheker beunruhigt, ergab der APOkix zu dieser Zeit. Das hat sich nun verstärkt, da 2012 die Großhandelszuschläge in der zweiten Umsetzungsphase des AMNOG neu geregelt werden. Dann gilt der neue Großhandelszuschlag von 3,15% plus 70 Cent. Bei einem Herstellerabgabepreis (APU) von 35 Euro verläuft die "magische Grenze": Die entsprechenden Produkte kosten alt und neu im Apothekeneinkauf 36,80 Euro. Oberhalb dieser Grenze machen die Apotheken Verlust, kommentiert Apotheke adhoc. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) machte klar: "Jegliche Forderungen eines Lagerwertverlustausgleichs seitens der Apotheker gegenüber den Herstellern sind daher unbegründet."

Ein weiterer Minuspunkt im Stimmungsbarometer der Apotheker: Die aktuelle Geschäftslage konnte zum Jahresende nicht zulegen und hält sich wie in den Vormonaten beständig auf Negativ-Niveau.

Um in diesen stürmischen Apothekerzeiten bestehen zu können, wollen 97% der Apotheker 2012 "auf apotheken-exklusive Mehrwerte im Sinne einer sicheren und qualitativ hochwertigen Arzneimittelversorgung für den Kunden" setzen, ist das Fazit der Befragung. Der Fokus auf heilberufliche Leistungen sowie ein verstärktes Engagement in Richtung Prävention sollen darüber hinaus ebenfalls dazu beitragen, das Profil der Apotheken zu schärfen. Das sei auch nötig vor dem Hintergrund einer klaren Positionierung gegenüber Versandapotheken und branchenfremden Anbietern (z. B. Drogeriemärkten), raten die Autoren des Index. Ein knappes Drittel der Befragten möchte in 2012 verstärkt preisorientierte Marketingkonzepte umsetzen.

22.12.11
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