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ePatient Monitor

Im ePatient Monitor von Vendus Sales & Communication Group wird zum ersten Mal das Kommunikationsverhalten von Patienten und ihren Angehörigen zu Gesundheitsthemen im Internet untersucht.


Dabei wird auch ein Blick in soziale Medien gewagt. Denn gerade die Meinungsbildung durch soziale Medienkanäle, z. B. wie äußern sich Betroffene über den Umgang mit ihrer Krankheit und der Therapie, dürfe nicht unterschätzt werden, warnt das Unternehmen. Folgerichtig spricht die Untersuchung den sozialen Netzwerken eine hohe Relevanz für den Austausch von Patienten zu Gesundheitsthemen zu. Dabei variiert die Anzahl der relevanten Netzwerke als auch die Anzahl der Beiträge und Autoren zum Teil sehr stark zwischen den Indikationen. Neben allgemeinen Foren, die bei verschiedenen Krankheitsbildern unter den Top-Netzwerken auftauchen, gibt es zahlreiche, die speziell auf einzelne Krankheitsbilder ausgelegt sind und hierbei auch oft zu den am stärksten frequentierten gehören.

Mit jeweils über 10.000 wurde die größte Anzahl an Beiträgen zu den Indikationen Allergie/allergisches Asthma, Depressionen und ADHS gefunden, während die geringste Anzahl an Beiträgen zu erektiler Dysfunktion verfasst wurde. Es handelt sich dabei um Beiträge, in denen die Indikation direkt als Schlagwort genannt wurde. Vendus räumt ein, dass die tatsächliche Anzahl an Indikationsbeiträgen durchaus höher liegen kann. Entscheidend bei der Betrachtung der Ergebnisse sei aber die Prävalenz der Erkrankung. Beispielsweise wurden zu Epilepsie und Diabetes mellitus jeweils rund 2300 Beiträge gefunden, obwohl die Prävalenz von Diabetes rund neun Mal höher ist.
Relevant sei auch die Anzahl der Autoren, diese könne für die Errechnung einer Mindestreichweite der Beiträge herangezogen werden. Spitzenreiter ist die Indikation Allergie/allergisches Asthma mit über 7000 Autoren. Bei der Betrachtung der Inhalte konnte Vendus beobachten, dass die Diskussionen teilweise auf einem hohen medizinischen Niveau stattfinden.

Aber was wollen Patienten in sozialen Netzwerken? Bei vielen Indikationen diskutieren sie mit Leidensgenossen, bevor sie überhaupt zum ersten Mal wegen ihrer Krankheit zum Arzt gehen. Sie wollen sich bei Mitbetroffenen erst einmal vorab informieren und ihre Meinung zu ihrer Krankheit bilden. Bei der Indikation Allergie/allergisches Asthma wird die Konsultation des Arztes oder Apothekers sogar bereits partiell ersetzt, lautet ein Ergebnis des ePatient Monitors. Über die Indikationen weit verbreitet ist zudem, dass die vom Arzt verordneten Therapien und die Medikation kritisch hinterfragt und diskutiert werden. Auch hier findet Meinungsbildung statt. Außerdem werden der Umgang mit der Erkrankung sowie Alltagsbedürfnisse thematisiert.

Wie groß die Reichweite der Beiträge ist, zeigt das Thema Brustkrebs, zu dem im Beobachtungszeitraum 2750 Beiträge von 1641 Autoren verfasst wurden. Legt man den von Nielsen erforschten Maßstab an (1% der Forennutzer schreiben sehr aktiv, 9% gelegentlich und 90% sind reine Leser), kämen die Beiträge auf eine Reichweite von über 16.000 Lesern. Die tatsächliche Reichweite kann sogar deutlich höher liegen, mutmaßt der Monitor, wenn man die Weiterverbreitung durch die Leser sowie die Auffindbarkeit der Beiträge über Google berücksichtigt. So tauchte ein negativer Beitrag aus einem Forum zu einem Alzheimer-Medikament beispielsweise unter den Top-Ergebnissen bei Google auf.

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