Laut der Sempora-Handelsstudie 2011 wünscht sich ein Großteil (98,7%)
der Konsumenten bei Onlinebestellungen, dass lokale Händler diese
ausliefern – und sie noch am Tag der Bestellung das Produkt in den
Händen halten können.
Doch im Markt sind solche Geschäftsmodelle, die sogenannten
Intermediäre, die die Brücke vom Internet in die Ladengeschäfte vor Ort
bauen, eher rar gesät. Obwohl ihnen auch im Bereich der Medikamente die
Zukunft gehören könnte.
Von allen Befragten würden u. a.:
- 90% Medikamente über einen Intermediär kaufen
- 80% Sanitätsbedarfe über einen Intermediär kaufen
- 79% Drogerieartikel über einen Intermediär kaufen
Aber warum ist dieses intermediäre Konzept so attraktiv für Kunden? Für
über 90% der Konsumenten sind die zeitnahe Auslieferung am gleichen Tag
und für 86% die Bequemlichkeit des Services ausschlaggebend. Dabei gilt
laut der Studie: Je dringlicher und je weniger planbar das Bedürfnis
ist, z. B. das Bekämpfen von Schmerz, desto wichtiger wird den
Konsumenten die Lieferung der Produkte innerhalb weniger Stunden an den
Ort ihrer Wahl. Dafür würden fast 50% der Befragten auch einen 5–10%
höheren Preis akzeptieren, wenn sie über einen Intermediär ordern
könnten – darunter 7%, die sogar bereit wären, einen Preisaufschlag von
mehr als 10% hinzunehmen.
Ulrich Zander, Managing Partner der Strategieberatung Sempora
Consulting, sieht die Marktchance: „Branchenübergreifend gilt:
Intermediäre, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Endkunden
ausrichten, schöpfen Werte, die traditionelle ‚Entweder Online, oder
Offline’- Händler nicht bieten. Die strategisch-konzeptionelle
Herausforderung bei Entwicklung und Launch eines Intermediärs liegt in
der marktund wettbewerbsgerechten Positionierung und Vermarktung der
neuen Geschäftsmodelle – und zwar B2C wie B2B.“
Verbrauchercluster mit speziellen Präferenzen laut der Studie:
- Bei gutverdienenden Frauen ohne Kinder erzielen Intermediäre insgesamt die größte Zustimmung
- Junge Familien würden Intermediäre insbesondere bei Medikamenten und Getränken in Anspruch nehmen
- Junge Singles ohne Kinder denken bei Intermediären insbesondere an den Kauf von Medikamenten sowie Delikatessen und Feinkost
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PM-Report 7/11
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