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19. Mai 2012   Sie sind nicht eingeloggt    
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Marktchance „Intermediäre“: Brücken bauen

Laut der Sempora-Handelsstudie 2011 wünscht sich ein Großteil (98,7%) der Konsumenten bei Onlinebestellungen, dass lokale Händler diese ausliefern – und sie noch am Tag der Bestellung das Produkt in den Händen halten können.


Doch im Markt sind solche Geschäftsmodelle, die sogenannten Intermediäre, die die Brücke vom Internet in die Ladengeschäfte vor Ort bauen, eher rar gesät. Obwohl ihnen auch im Bereich der Medikamente die Zukunft gehören könnte.

Von allen Befragten würden u. a.:
- 90% Medikamente über einen Intermediär kaufen
- 80% Sanitätsbedarfe über einen Intermediär kaufen
- 79% Drogerieartikel über einen Intermediär kaufen

Aber warum ist dieses intermediäre Konzept so attraktiv für Kunden? Für über 90% der Konsumenten sind die zeitnahe Auslieferung am gleichen Tag und für 86% die Bequemlichkeit des Services ausschlaggebend. Dabei gilt laut der Studie: Je dringlicher und je weniger planbar das Bedürfnis ist, z. B. das Bekämpfen von Schmerz, desto wichtiger wird den Konsumenten die Lieferung der Produkte innerhalb weniger Stunden an den Ort ihrer Wahl. Dafür würden fast 50% der Befragten auch einen 5–10% höheren Preis akzeptieren, wenn sie über einen Intermediär ordern könnten – darunter 7%, die sogar bereit wären, einen Preisaufschlag von mehr als 10% hinzunehmen.

Ulrich Zander, Managing Partner der Strategieberatung Sempora Consulting, sieht die Marktchance: „Branchenübergreifend gilt: Intermediäre, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Endkunden ausrichten, schöpfen Werte, die traditionelle ‚Entweder Online, oder Offline’- Händler nicht bieten. Die strategisch-konzeptionelle Herausforderung bei Entwicklung und Launch eines Intermediärs liegt in der marktund wettbewerbsgerechten Positionierung und Vermarktung der neuen Geschäftsmodelle – und zwar B2C wie B2B.“

Verbrauchercluster mit speziellen Präferenzen laut der Studie:
- Bei gutverdienenden Frauen ohne Kinder erzielen Intermediäre insgesamt die größte Zustimmung
- Junge Familien würden Intermediäre insbesondere bei Medikamenten und Getränken in Anspruch nehmen
- Junge Singles ohne Kinder denken bei Intermediären insbesondere an den Kauf von Medikamenten sowie Delikatessen und Feinkost

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