Themenband Digitale Gesundheitskommunikation

Zu diesem Thema hat die APOLLON University Press ein Band veröffentlicht, in dem Experten in 15 Fachbeiträgen der Frage nachgehen, inwieweit die zunehmende digitale Gesundheitskommunikation Segen oder Fluch ist. Dass es wichtig ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, finden die Herausgeberinnen Prof. Dr. Viviane, Dozentin an der APOLLON Hochschule und Dekanin des Fachbereichs Prävention und Gesundheitsförderung, und Prof. Dr. Johanne Pundt, Präsidentin der APOLLON Hochschule, auf jeden Fall. Denn "die Bedeutung digitaler Gesundheitskommunikation wächst im gleichen Maße wie die Vielfalt und große Dynamik im Feld der Informations- und Kommunikationssysteme. Damit eröffnen sich mannigfaltige Möglichkeiten der gesundheitlichen Aufklärung, Beratung und Bildung zwischen medizinischen Laien, professionellen Helfern und den gesundheitlichen Akteuren."

Doch "die ständige Verfügbarkeit von (Gesundheits-)Informationen und die zunehmende Sammlung von personenbezogenen Daten rufen allerdings auch Befürchtungen bei den Nutzern hervor. Qualitätsbezogene, ethische und datenschutzbezogenen Aspekte rücken in den Vordergrund, da mit der Informationsflut und Unübersichtlichkeit auch die Gefahr der Manipulation besteht", betonen die beiden.

 


Das Buch ist in fünf Abschnitte unterteilt:



  • Im ersten Teil wird ein Überblick über das "Informations- und Kommunikationsverhalten" dargestellt. Dabei geht es u.a. um die Informations- und Unterhaltungsangebote, die Veranschaulichung der praktischen Informationssuche im Netz und die Aspekte der sozialen Ungleichheit zwischen den Nutzern.

  • Im zweiten Block "Zielgruppenspezifische Aspekte" gibt es einen Einblick in die digitalen Affinitäten unterschiedlicher Zielgruppen bis hin zu den veränderten Rollenbildern von Arzt und Patient und die damit verbundenen zielgruppenspezifischen Konsequenzen für die digitale Gesundheitskommunikation.

  • Unterschiedliche Strategien werden im dritten Kapitelblock unter "Botschaften, Ziele und Instrumentarien" thematisiert. Beleuchtet werden hier sowohl gesundheitspsychologische Botschaftsstrategien als auch die Potenziale, Grenzen und ebenso die Qualitätsaspekte beim Einsatz von digitalen Unterhaltungsangeboten (z. B. YouTube) und Gesundheits-Apps.

  • Von "Datenschutz bis zum Public Reporting": Der vierte Abschnitt untersucht die ethischen, rechtlichen sowie qualitätsbezogenen Aspekte der digitalen Gesundheitskommunikation. Diskutiert werden anhand aktueller Forschungsergebnisse die Ethik im Rahmen der Digitalisierung, die Bedeutung des Datenschutzes in Bezug auf digitale Medien sowie digitale Transparenzinstrumentarien, wie beispielsweise Bewertungsportale zur Verbesserung der Versorgungsqualität.

  • Der letzte Teil des Buchs greift die politische Debatte des "Postfaktischen" am Beispiel des britischen und amerikanischen Gesundheitssystems auf und betont die Herausforderungen von Health Literacy.


 


Hintergrund:
Der Themenband "Digitale Gesundheitskommunikation — Zwischen Meinungsbildung und Manipulation" ist bis zum 31.12.2017 mit 20 prozentigem Subskriptionsrabatt für 43,90 Euro über die APOLLON University Press (www.apollon-hochschulverlag.de) vorbestellbar und ab Januar 2018 regulär im Buchhandel erhältlich.


„Digitale Gesundheitskommunikation — Zwischen Meinungsbildung und Manipulation" von Viviane Scherenberg und Johanne Pundt (Hrsg.), 1. Auflage, Bremen: APOLLON University Press 2018. 400 Seiten, 54,90 €, ISBN 978-3-943001-30-3

18.12.17

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