Künstliche Intelligenz: Systeme mit Emotionserkennung

Quelle: BMBF

Die Technologie hinter der Emotionserkennung verwendet Sensoren sowie Mikrophone und Kamerabilder. Anhand von Stimme, Sprache, Mimik und anderen Faktoren wie Blickrichtungen und Posen erkennt das künstliche Intelligenz-System, in welcher emotionalen Lage sich der Nutzer befindet. So kann das Assistenzsystem in Echtzeit unterstützende Hinweise oder Erinnerungen geben. Eingesetzt werden kann die Technik für z. B. Bewerbungs- und Sprachtrainings oder im Gesundheits- und Pflegebereich.

Für das Projekt KonsensOP wurde - unter Leitung des Fraunhofer-Institutes für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung - eine berührungslose Steuerung von Informationen im Operationssaal entwickelt. Der operierende Arzt kann durch eine Geste oder mit einem Blick Informationen über den Patienten abrufen, die für die Behandlung wichtig sind. Diese Informationen werden für das ganze OP-Team sichtbar und sollen dabei helfen, gemeinsam die besten Handlungsoptionen leichter erarbeiten zu können.

Ein anderes Beispiel ist das Projekt SYMPARTNER. In diesem wird - unter wissenschaftlicher Leitung der Universität Siegen - ein sensibler Roboter entwickelt, der ältere Menschen bei Alltagsaufgaben in den eigenen vier Wänden unterstützen soll und dabei mittels Gesichts- und Sprachanalyse verständlicher in einen persönlichen Dialog mit dem Nutzer treten kann.


Hintergrund:
Das BMBF (Bundesbildungs- und Forschungsministerium) hat insgesamt 14 Projekte mit zusammen rund 22 Mio. Euro gefördert. Sie sind Teil des Förderschwerpunktes "Vom technischen Werkzeug zum interaktiven Begleiter - Sozial- und emotionssensitive Systeme für eine optimierte Mensch-Technik-Interaktion" (InterEmotio), welcher zur Neuen Hightech-Strategie gehört, mit der die Bundesregierung aus Ideen Innovationen machen möchte und Verbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft knüpft.

2.2.2018

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