MARVECS: Besondere Nachfrage nach Personal im Pharma-Außendienst

Laut des Dienstleistungsunternehmens MARVECS gab es in 2017 eine große Anzahl von vakanten Bereichen im Pharma-Außendienst – besonders die Nachfrage nach Dienstleistungs- und Partneringteams, Unterstützung im OTC- und Medizinprodukte-Bereich sowie Multi-Channel-Vertriebsstrategien steigt. Und dieser Trend hält an. Die Maßnahme, um die stärkere Nachfrage aufzufangen, ist ein neues IT-System für ein verbessertes Bewerbermanagement. Um auch internationale Kunden vermehrt zu betreuen, ist das strategische Konzept "Go to Germany" entwickelt worden: Nicht nur die Vertriebsstrukturen werden aufgestellt, sondern Marvecs bietet beispielsweise auch die Markt-Expertise für den Launch eines Produktes sowie die IT- und Personal-Infrastruktur.

Vor allem der Personalmangel ist zu spüren, wie Marvecs Geschäftsführerin Katrin Wenzler und Marvecs Geschäftsführer Josef Bailer erklären: "..., dass wir fast nicht hinterherkommen, geeignete Kandidaten zu finden. Dazu trägt auch die weiterhin überaus angespannte Lage im Bewerbermarkt bei."

 


Deswegen ist Anfang 2017 die Implementierung eines neuen IT-Systems für einen optimierten Rekrutierungsprozess erfolgt. Ebenso ist der Fokus verändert worden: auf die aktuellen Gegebenheiten und Herausforderungen innerhalb der Candidate Journey konnten die Bewerberzahlen in den vergangenen Monaten deutlich erhöht werden. Ein wichtiges Thema im Bereich Recruting 2017 war außerdem das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz mit einer zeitlichen Begrenzung von 18 Monaten. Daraufhin hat sich die Zusammenarbeit mit einigen Healthcare-Unternehmen weg vom klassischen Außendienst-Leasing hin zur Arbeitnehmervermittlung verlagert.


 


Diese Situation könnte sich nun aber durch die aktuellen politischen Veränderungen in Deutschland wieder drehen, da die große Koalition befristete Arbeitsverträge eindämmen will: Arbeitgeber mit mehr als 75 Beschäftigten sollen nur noch höchstens 2,5% der Belegschaft sachgrundlos befristen dürfen – für maximal anderthalb Jahre, statt wie bisher zwei Jahre. Außerdem soll ein befristeter Vertrag ohne Sachgrund nur noch einmal (bisher: dreimal) verlängert werden dürfen. Wegen dieser und weiterer Gründe, rückt das Thema Arbeitnehmerüberlassung für den Pharma-Außendienst wieder stärker in den Vordergrund.

13.04.18

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