Hays HR-Report 2020: Top-Thema Mitarbeiterbindung

Grafik: Hays

Die Mitarbeiterbindung auch im diesjährigen HR-Report* das Top-Thema. Wie im Jahr zuvor folgen auf den Plätzen 2 und 3, die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter zu fördern und die Arbeitsstrukturen zu flexibilisieren. Der Report berichtet darüber, das in Sachen Führung weiter einiges im Argen liegt.

35% bezeichnen die Bindung der Mitarbeiter als die wichtigste Aufgabe, danach folgen mit jeweils 31% die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter zu fördern und die Arbeitsstrukturen zu flexibilisieren. Dagegen hält der Abwärtstrend bei der Bedeutung der Top-Themen aus früheren Jahren, Führung ausbauen (15%) und Unternehmenskultur weiterentwickeln (26%), weiter an.


Um Mitarbeiter zu binden, ist ein gutes Betriebsklima am wichtigsten (54%). Zudem spielen eine marktgerechte Bezahlung (37%) und interessante Aufgaben zentrale Rollen (43%). Doch hapert es bei diesen drei Themen an der Umsetzung.

In Sachen Führung liegt weiter einiges im Argen. Als größte Stolpersteine für Führungskräfte zeigen sich wie in den letzten Jahren die zu geringe Kommunikation (55%), das mangelnde Loslassen der Mitarbeiter (44%) und zu wenig Zeit für Führungsaufgaben (43%).

Diese Werte zeigen, dass die agile Organisation und die mit ihr verbundenen zeitgerechten Führungsrollen noch nicht den Alltag vieler Unternehmen prägen. Ein wichtiger Grund hierfür liegt in den Auswahlkriterien für Führungskräfte: Fachliche Kompetenzen (63%) liegen hier weit vor sozialen Kompetenzen (37%). Noch im letzten HR-Report 2019 lagen diese beiden harten und weichen Skills noch eng beieinander.

Der jährlich erscheinende HR-Report analysiert die zentralen HR-Fragestellungen, die Organisationen beschäftigen. Er basiert auf einer Onlinebefragung, an der für den diesjährigen Report 997 Mitarbeiter aus Organisationen im deutschsprachigen Raum teilnahmen.

*Quelle: Für den diesjährigen HR-Report haben Hays und das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) insgesamt 997 Führungskräfte und Mitarbeiter aus Unternehmen befragt: Geschäftsführer (19%), HR-Führungskräfte (16%), Fachbereichsleiter (42%) sowie Mitarbeiter ohne Personalverantwortung (24%); Grafik: Hays; PM 13.2.2020

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