Digitalisierung vorantreiben

Die Techniker Krankenkasse (TK) scheint sich als die Kasse positionieren wollen, die die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreibt. Zumindest kommentiert sie immer öfters das Geschehen rund um diese Herausforderung. "Die Digitalisierung des Gesundheitswesens birgt aus Sicht der TK große Chancen, die medizinische Versorgung zu erweitern und zu optimieren. Insbesondere für Flächenländer wie Rheinland-Pfalz können telematische Angebote hilfreich dabei sein, die medizinische Versorgung zukunftssicher zu gestalten," betont Anneliese Bodemar, Leiterin der TK-Landesvertretung, anlässlich der zweiten landesweiten Demografiewoche. Laut des im Juni veröffentlichten hauseigenen Trendmonitors wollen 52% mit der Arztpraxis digital kommunizieren.

Die Kasse freut sich über das Vorhaben der Großen Koalition, bis 2018 eine flächendeckende Versorgung mit 50 MBit/s zu schaffen. Auch das aktuell angekündigte Förderprogramm zum Breitbandausbau in Höhe von 2,7 Mrd. Euro begrüßt die Kasse mit Wohlwollen.

So sieht sich mit einem Pilotprojekt bestätigt, in dem die TK mit niedergelassenen Hautärzten Online-Video-Sprechstunden, die sie mit ihren Patienten abhalten, durchführt. Die TK erwartet, dass in fünf bis zehn Jahren Online-Video-Sprechstunden normal sind. Und auch die regelmäßige Übermittlung von Vitaldaten, wie bei einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, wird dann eher die Regel sein als die Ausnahme.

Beim Trendmonitor kam heraus, dass 98% der Befragten ihre Termine online vereinbaren möchten. 81% wünschen sich bei Bedarfsfall die Online-Zusendung regelmäßiger Rezepte. 68% wären damit einverstanden, im Krankheitsfall gesundheitsbezogene Messwerte, die regelmäßig online an den Arzt weitergeleitet werden. 60% würden gerne Befunde online vom Arzt erhalten. Und 49% würden aktuelle Beschwerden vor einem Praxisbesuch online dem Arzt übermitteln.

 

02.11.15

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