Erstattungsbetrag für Fampridin

Der GKV-Spitzenverband und der Pharmahersteller Biogen Idec haben sich auf einen Preisnachlass für Fampyra® (Fampridin) geeinigt. Das Medikament ist zugelassen, um die Gehfähigkeit bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) der Schweregrade EDSS 4-7 zu verbessern.


Im Rahmen der AMNOG-Verhandlungen (Arzneimittelmarkt-neuordnungsgesetz) konnte ein Interessensausgleich zwischen gesetzlichen Krankenkassen und Biogen Idec erreicht werden. Damit liegt erstmals ein Verhandlungsergebnis für ein neues Arzneimittel mit einer nicht medikamentösen zweckmäßigen Vergleichstherapie vor.

Im Fall von Fampridin bedeutet das für den verordnenden Arzt, dass das Präparat sowohl in Kombination mit als auch ohne Krankengymnastik verordnet werden kann und bei adäquatem Einsatz im zugelassenen Anwendungsgebiet erstattungsfähig ist.

Voraussetzung für die Verhandlung des Erstattungsbetrags war die Beschlussfassung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 2. August 2012, wonach Krankengymnastik entsprechend der Heilmittelrichtlinie als Vergleichstherapie definiert ist. Aufgrund begrenzter Daten aus Zulassungsstudien konnte für Fampridin kein Zusatznutzen festgestellt werden. Der nun zwischen Biogen Idec und GKV-Spitzenverband festgelegte Erstattungsbetrag führt entsprechend der gesetzlichen Vorgaben nicht zu höheren Jahrestherapiekosten als die zweckmäßige Vergleichstherapie.

Der Erstattungsbetrag gilt rückwirkend zum 1. September 2012.

Logo: GKV-Spitzenverband 04.03.2013

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