TK: Neues Angebot bei Verdacht auf einen Medizinproduktschaden oder Behandlungsfehler

Die Techniker Krankenkasse (TK) will "langwierige und teure Prozesse" bei Verdacht vom Einsatz minderwertiger Medizinprodukte oder Behandlungsfehler verhindern bzw. beschleunigen. Bei der Kasse haben sich letztes Jahr mehr als 5.000 Versicherte gemeldet, weil sie unter gesundheitlichen Problemen wegen eines Medizinprodukts leiden oder aber eine falsche Behandlung durch einen Arzt oder ein Krankenhaus vermuten, informiert die TK. Nun können Versicherte ein kostenloses medizinisches und juristisches Gutachten anfordern.

TK-Medizinrechtsexperte Christian Soltau findet das Angebot sinnvoll, denn "damit wollen wir die Verfahren beschleunigen und die finanziellen Risiken für unsere Versicherten minimieren." Die TK prüft zunächst einmal die Schilderungen der Beschwerden und der Behandlung. Anschließend erhält die Kanzlei - eine auf Medizinproduktschäden spezialisierte Großkanzlei - die Informationen einschließlich eventuell vorliegender Behandlungsunterlagen mit den Kontaktdaten des Versicherten. Die Kanzlei erstellt dann gemeinsam mit kooperierenden Medizingutachtern ein schriftliches Gutachten, das der Versicherte auch bei eventuellen Gerichtsverfahren verwenden kann.
 
Bei der Überprüfung wird u.a. kontrolliert, ob die Beschwerden auf Material-, Konstruktions-, Herstellungs- oder aber auch Behandlungs- und Pflegefehler zurückgehen. Je nach Ergebnis des Gutachtens planen die Medizinrechtsexperten der TK dann gemeinsam mit dem Versicherten das weitere Vorgehen.

 

16.07.15

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