Mehr Zeit bei Festbetragsabsenkungen

Der GKV-Spitzenverband hat neue Festbetragsanpassungen beschlossen, die
ab dem 1. Juli 2014 wirksam sind. Insgesamt sind 13 Festbetragsgruppen
betroffen, u.a. Beta-Rezeptorenblocker und Triazole. Das stößt
dem  BAH, BPI und Pro Generika bitter auf. Sie fordern: "... den
Arzneimittel- Herstellern einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten
zwischen Ankündigung und Anpassung der Festbeträge zu gewähren sowie
eine detaillierte Begründung der Beschlüsse des GKV-Spitzenverbandes."


Die Verbände kritisieren: "Die bekannt gemachten Festbetragsanpassungen
und Neufestsetzungen beschleunigen den Niedergang der Preise für
Arzneimittel immens und gefährden so dauerhaft eine Angebotsvielfalt am
Markt. Um noch schneller an Einsparungen zu kommen hat der
Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) in
dem vorliegenden Fall die Fristen verkürzt. Damit entzieht er den
handelnden Unternehmen die wirtschaftliche Planungssicherheit." Außerdem schreiben sie in Richtung Spitzenverband: "  ... die nun
genutzte Fristverkürzung, die Kombination unterschiedlichster
Preisregulierungsinstrumente und die Ausnutzung der Festsetzungsgrenze
für die Zuzahlungsbefreiung macht es dauerhaft immer weniger Anbietern
möglich, am Markt zu bestehen und noch auskömmlich zu arbeiten. Dies
kann weder im Sinne der Krankenkassen, noch im Sinne der Patienten
sein. Denn nur Angebotsvielfalt sichert Wettbewerb und die Möglichkeit
der individuelleren Therapie..." Mehr Infos hier.
21.05.14

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