AOK in Runde 15

Die AOKen "läuten Runde 15 ein" - und zwar bei den Rabattverträgen. Dieses Mal betrifft die Ausschreibung 117 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen, aufgeteilt in 119 Fachlose, 28 werden im Drei-Partner-Modell und 91 exklusiv ausgeschrieben. In ihrem Dossier zum Thema Arzneimittel-Rabattverträge schreibt die AOK selber über sich: "Die AOK-Gemeinschaft ist Vorreiter der europaweiten Ausschreibung der Rabattverträge für Generika. Sie hat ihr Verfahren erfolgreich gegen teils erheblichen Widerstand einzelner Pharmaunternehmen rechtssicher durchgesetzt... Die AOK-Verträge decken rund zwei Drittel des Generikamarktes ab."

Am 1. Juni 2015 sind zunächst erst einmal die Verträge der 14. Vertragstranche (AOK XIV) in Kraft getreten. Sie betreffen insgesamt 109 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen und umfassen ein AOK-Umsatzvolumen von zuletzt rund zwei Mrd. Euro (auf Basis des Apothekenveraufspreises). Die 15. Tranche soll die Ende März 2016 auslaufendeTranche 12 ersetzen und dann bis zum 31. März 2018 gelten. Bis zum 28. September 2015 haben die Bieter nun Zeit, ihre Angebote einzureichen.

Gesucht werden Vertragspartner für Wirkstoffe, die zwischenzeitig patentfrei geworden sind und für die der Markt ausschreibungsreif ist. Erstmals dabei sind z. B. das Neuroleptikum Aripiprazol und Eplerenon, ein Mittel zur Behandlung von Herzinsuffizienz nach Herzinfarkt.

Aktuell umfassen die bundesweiten AOK-Rabattverträge 278 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit einem jährlichen AOK-Umsatzvolumen von mehr als fünf Mrd. Euro. "Allein in den Jahren 2013 und 2014 konnten die AOKs durch laufende und neue Rabattverträge insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro zugunsten der Versichertenversorgung in anderen Leistungsbereichen einsparen", rühmt sich die Kasse.

 

30.07.15

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