PrivMed: Deine personalisierte Medikation

Foto: Website PrivMed

Ein Startup macht sich auf, den Pharmamarkt und die gesamte Apothekenbranche zu verändern. Das jedenfalls hat sich das Unternehmen als Ziel vorgegeben. PrivMed hat sich dazu Mittel über Crowdfunding beschafft und auch einen BMWi-Innovationsgutschein ergattert.

In einem Interview mit Apotheke-Adhoc zog PrivMed-Geschäftsführer Ingo Krause schon einmal ordentlich vom Leder: „Wir werden die gesamte Apothekenbranche umkrempeln." Und: „Wir wollen den gesamten Pharmamarkt aufräumen, denn jeder Patient hat das Recht auf eine personalisierte Medikation."

Was steckt hinter PrivMed? Das liest sich bei dem Startup so: „PrivMed ist eine ultrakompakte Tablettenpressse, entwickelt für personalisierte Medikation, speziell für Kinder-Patienten (Pädiatrie). Das heutige Behandlungssystem ist bedingt durch den Massenmarkt industrieller Tablettenproduktion. Da nur standardisierte Dosierungen verfügbar sind, werden grundsätzlich Überdosierungen verschrieben. Das führt zu vermeidbaren Nebenwirkungen, nicht gebrauchte Tabletten wandern meist in den Müll und tausende Tonnen von Blisterverpackungen belasten unsere Umwelt."


Foto: Darstellung auf Startnext


Der Plan ist, die Tablettenpresse für pharmazeutische Produkte aber auch für Nahrungsergänzungsmittel in Apotheken und Krankenhausapotheken zu platzieren und Tabletten mit komplett personalisierter Medikamentendosierung vor Ort zu produzieren.


Hinter dem Projekt steckt Ingo Krause, der sich selbst als „Konzeptersteller mit meinen 18 Jahren Erfahrung in Bereich pharmazeutischer Tablettenpressen (R&D)" bezeichnet. Krause ist Geschäftsführender Gesellschafter der Firma kg-pharma mit Sitz in Scharbeutz. Das Unternehmen wurde in Hamburg gegründet und „versteht sich als Partner der pharmazeutischen Industrie und anderer Tablettenproduzenten. Neben den innovativen Angeboten in den Bereichen der Tablettenpressen und Peripheriegeräten bietet das Unternehmen Serviceleistungen von der Beratung bis zur Wartung der Maschinen".


PrivMed hat sich über die deutsche Crowdfunding-Plattform Startnext 15.000 Euro für die Fertigstellung des Prototypen besorgt. In einer zweiten Tranche sollen Anfang 2020 weiter 55.000 Euro Bau von zwei Vorführgeräten und die Finanzierung der Reisekosten für weltweite Vorträge, Messen, Präsentationen und Beratungen eingesammelt werden. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) hat außerdem einen Innovationsgutschein (go-Inno) spendiert, der bis zu 50 Prozent der Ausgaben für externe Beratung bezahlt.

Foto: Website PrivMed, Darstellung auf Startnext; PM 14.8.2019

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