Neuer Chef der EMA

Foto: EMA

Der neue Chef der EMA ist eine Chefin. Emer Cooke ist die erste Frau, die der European Medicines Agency vorsteht. Sie hat ihren Job am 16.11.2020 angetreten. Die Irin folgt auf Guido Rasi und ist für fünf Jahre gewählt.

Von der EMA als Executive Director vorgeschlagen wurde sie am 25. Juni 2020. Sie wurde dann am 13. Juli 2020 vom Committee on Environment, Public Health and Food Safety des Europäischen Parlaments bestätigt. „Ich trete meine Aufgabe als Executive Director der EMA in Zeiten einer Krise des öffentliche Gesundheitswesens mit unvorhersehbarem Ausmaß an. Meine erste Priorität gilt der Fortentwicklung der Reaktion der EMA auf die Pandemie und dem fortlaufenden Unterstützung der Entwicklung und Zulassung von sicheren und effektiven COVID-19 Impfstoffen und Therapien," bekräftige Cooke.

Sie betonte, dass die EMA sich aber auch anderen großen Herausforderungen stellen müsse, beispielsweise der Antibiotikaresistenzen, der Unterstützung von Innovationen und der Beschleunigung des Einsatzes und der Nutzung der Digitalisierung bei Arzneimittelforschung und -entwicklung.


Gleichzeitig mit ihrem Job bei der EMA übernimmt sich auch die führende Position bei der International Coalition of Medicines Regulatory Authorities (ICMRA). Cooke ist der vierte Executive Director der EMA, nach Fernand Sauer (1994-2000), Thomas Lönngren (2001-2010) und Guido Rasi (2011-2020).


Cooke verfügt über eine 30jährige Erfahrung mit der internationalen Arznemittel-Regulierung. Sie hat für die EMA bereits von 1998 bis 2202 im Referat Pharmazeutika und von 2002 bis 2016 als Head of Inspections und Head of International Affairs gearbeitet. Von 2016 bis heute war sie bei der WHO Direktor Regulatorische Aktivitäten für allem Medizinprodukte. Sie hat Pharmazie am Trinity College in Dublin studiert und zusätzlich den Master für Betriebswirtschaft erworben.

Foto: EMA; PM 11-24-2020

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