Umfrage: Apotheken wünschen sich relevante Informationen zu Rx-Arzneimitteln

Grafik: DAV/DAZ

Für Apotheker und PTA ist es essentiell, nicht nur bei OTC, sondern auch hinsichtlich der verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (Rx) auf dem neuesten Stand zu bleiben. Einer vom Deutschen Apothekenportal (DAP) und der DAZ.online durchgeführten Umfrage zufolge, würden sie sich für die Apotheke relevante Informationen wünschen.

In der Umfrage (Zeitraum 28.10 bis 18.11.2019) erklärten knapp 95% der 1.713 Teilnehmer (1.068 Apotheker/innen, 640 PTA, 5 sonstige), dass sie grundsätzlich daran interessiert seien, apothekenrelevante Informationen zu verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zu erhalten. Besonders groß ist das Interesse demnach an Informationen zu Impfstoffen – dazu wünschen sich 60,73% Materialien –, gefolgt von Insulinen und Antidiabetika (53,7%), Psychopharmaka (50,61%), Antibiotika (48,12%) sowie Fertigpens bzw. Spritzen zu Beispiel im Zusammenhang mit Biologika (46,3%). Mehrfachnennungen waren möglich.


Grafik: DAV/DAZAuch hat das Apothekenpersonal klare Vorstellungen davon, welche Informationen zu den betreffenden Arzneimitteln es für den Apothekenalltag besonders relevant hält. An erster Stelle stehen hier Besonderheiten bei der Anwendung (85,71%). Das können beispielsweise besondere Einnahmemodalitäten oder Hinweise zum Handling von Devices sein. Weiter erachtet das Apothekenpersonal Informationen zu Wechselwirkungen mit anderen Arznei-, aber auch mit Nahrungsmitteln für wichtig (72,67%) sowie Informationen zu unerwünschten Wirkungen und Kontraindikationen (70,07%), zur Dosierung (67,35%) und zur Rezeptbelieferung (56,46%). Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer (63,29%) ist zudem der Meinung, dass die Apotheke durch ihre Beratung einen großen Einfluss auf die Therapietreue der Patienten hat. Etwa ein Drittel (33,98%) erachtet den Einfluss als mäßig.


Doch nicht nur zum Inhalt der Informationen, sondern auch zu deren Darreichungsform gibt es der Umfrage zufolge klare Präferenzen. So bevorzugen fast 70% zertifizierte, also nicht werbliche Fortbildungen, gefolgt von E-Learnings und Webinaren (65,94%), Kurzinformationen (58,72%), zum Beispiel in Form von Beratungskarten und Abgabehilfen sowie Beratungswissen zu Wirkstoffen und Arzneimittelgruppen (53,05%). Außerdem wünscht sich mehr als die Hälfte der Befragten einen fachkreisspezifischen Newsletter zu Arzneimitteln, Indikationen und Rezeptbelieferung. Rund 74% sind grundsätzlich an einem Newsletter zu Rx-Arzneimitteln interessiert.

Grafik: DAV/DAZ; PM 16.1.2020

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