ANpacken statt EINpacken - NOWEDA trommelt für die stationären Apotheken

Foto: NOWEDA

„Lieber DocMorris, rund 30 Millionen Corona-Impfdosen. Von den Apotheken direkt zu den Ärzten. So geht Impfturbo! Und was machst Du so?". Mit Slogans wie diesem wirbt die NOWEDA ab sofort für den Einsatz der stationären Apotheken, vor allem bei der Versrogung von Impfdosen an Ärzte.

Der Beitrag der EU-Arzneimittelversender im Kampf gegen das Virus geht laut der NOWEDA gegen null. Diese Passivität auf der einen und der Einsatz der Apotheken auf der anderen Seite will die Apothekengenossenschaft in der neuen Kampagne aufgegriffen. Und zwar nicht irgendwo – sondern zum Auftakt direkt vor der niederländischen Konzernzentrale von DocMorris. Die Apothekergenossenschaft fuhr dafür am 6.7. mit einem Werbetruck vor das Betriebsgebäude und stellte die Botschaft auf 6x3 Meter großen Displays auf der Ladefläche heraus.

Die Kernbotschaft lautet: Lokale Apotheken packen AN. EU-Arzneimittelversender packen EIN. „Dass der Versandhandel Rosinenpickerei' betreibt und die Vor-Ort-Apotheken die wesentlichen, teilweise lebenswichtigen Gesundheitsleistungen erbringen, ist keine Neuigkeit", so Nach Ansicht von Dr. Michael Kuck, Vorstandsvorsitzender der NOWEDA, betreibt der Versandhandel „Rosinenpickerei": „Doch wie wichtig diese Gesundheitsleistungen der Apotheken im Ernstfall sind, zeigt uns die Pandemie gerade sehr deutlich. Aktuell vor allem durch die Versorgung der Vertrags-, Haus- und Betriebsärzte mit Impfstoffen ...." Der Versandhandel habe währenddessen vor allem mit Umsatzzuwächsen geglänzt, da Onlinekäufe branchenübergreifend zugenommen haben – eine Entwicklung, die das Apothekensterben weiter vorantreibe.


Mit der Aktion will die NOWEDA auch auf die letzte DocMorris-Endverbraucherkampagne antworten. Das Unternehmen fragte im Frühjahr 2021, warum man Gesundheit nicht „neu denken" könne und zielte dabei auf das bevorstehende E-Rezept ab. „Versandhändler bringen sich bereits in Position, um zum Start des E-Rezepts möglichst viele Verordnungen abzugreifen, die sonst in der örtlichen Apotheke landen würden. Es ist daher wichtig zu verdeutlichen, dass Versender eben keine Apotheken sind und auch nur einen Bruchteil der apothekerlichen Leistungen erbringen. Dieser Sachverhalt ist vielen Menschen nach wie vor nicht bewusst", gibt Kuck seiner Meinung Ausdruck.


„Selbstbewusst, provokant, frech. Das ist das Credo unserer neuen Kampagne. Mit ihr wollen wir nicht nur das große Engagement der Apotheken und deren Bedeutung für die Gesellschaft in den Vordergrund stellen, sondern zugleich einen Blick hinter die Marketingkulisse von Doc Morris werfen. Oder, um bei den blumigen Worten der Zur Rose-Tochter zu bleiben: Wo ist ‚Das neue Gesund', wenn es drauf ankommt?", so Dr. Joachim Reinken, Leiter der Unternehmenskommunikation.

Foto: NOWEDA; PM 7-29-2021

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