Umfrage: Digitalisierung treibt medizinischen Fortschritt

Grafik: Amgen Die Digitalisierung wird den medizinischen Fortschritt beschleunigen. Davon sind drei Viertel der Deutschen überzeugt. Fast ebenso viele erwarten, dass digitale Technologien für genauere Ergebnisse sorgen werden. Acht von zehn Bundesbürgern sind sich aber auch sicher, dass die menschliche Forschungsleistung nicht durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden kann. Dennoch gehört die technologische Entwicklung zu den wichtigsten Treibern der medizinischen Forschung in Deutschland, wie die repräsentative Umfrage* unter 1.000 Deutschen zum medizinischen Fortschritt im Auftrag des Biotechnologie-Unternehmens Amgen zeigt.

Die technologische Entwicklung halten 81% der Befragten für einen Faktor mit positivem Einfluss auf die medizinische Forschung. Ähnliche Wirkung schreiben die Deutschen der länderübergreifenden Zusammenarbeit zu. Weitere Treiber für den Fortschritt, die 80% der Befragten nennen, sind höhere Forschungsgelder und qualifiziertes, gut ausgebildetes Personal.

Grafik: AmgenMedizinischer Erfolg
Bei der Behandlung von Krebs erwarten die Deutschen in den kommenden Jahrzehnten die größten medizinischen Fortschritte. Sechs von zehn Bundesbürgern rechnen mit neuen Erkenntnissen und Therapien in diesem Bereich. 38% verbinden große Hoffnungen mit der Stammzellenforschung, 35% erwarten Fortschritte bei der Behandlung von neurologischen Erkrankungen. In der Medizin hängt die Messlatte für die Anerkennung von Erfolgen sehr hoch, wie die Studie belegt. Sieben von zehn Befragten verstehen darunter, neue Arzneimittel gegen bislang unheilbare Krankheiten auf den Markt zu bringen. Rund sechs von zehn Bundesbürgern denken an das Ausrotten von Krankheiten, wie es beispielweise in den 1980er Jahren mit dem Pockenvirus gelang. Medizinischer Erfolg ist für die Mehrheit der Deutschen auch eine verbesserte Diagnostik. Die Früherkennung von Krankheiten werten besonders die 40- bis 49-Jährigen als Durchbruch.


Was bremst die Forschung?
Ein ganz ähnliches Bild zeigt sich, wenn die Menschen nach möglichen Hindernissen für neue Therapieansätze befragt werden. 70% halten die Entwicklung neuer Arzneimittel für zu kostenintensiv. 67% sagen, fehlende Fachkräfte könnten die klinische Forschung aufhalten. 66% sind der Meinung, dass innovative Ideen aus der Forschung nicht schnell genug zu den Patienten gelangen. Außerdem finden 62% der Deutschen, dass die Entwicklung neuer Arzneimittel zu lange dauert.


Ethische Hürden
„Uns ist bewusst, dass es in der Bevölkerung noch Vorbehalte gegen gentechnische Verfahren gibt. Wir bemühen uns um Aufklärung," sagt Dr. Roman Stampfli, Geschäftsführer der Amgen GmbH. Mittlerweile äußern zumindest in dieser Umfrage eine Mehrheit der Deutschen Probleme mit diesen ethischen Bedenken: Vorbehalte gegenüber neuen Forschungsansätzen wie zum Beispiel der Gentechnik bremsen den Fortschritt, meinen 61%. Mehr Offenheit könnte der Forschung einen Schub verleihen, glauben 72%. Vor allem die über 40-Jährigen sehen Potenzial in neuen Ansätzen wie der Gentechnik: Drei von vier Befragten dieser Altersgruppe erwarten einen positiven Einfluss auf die medizinische Forschung.

*Quelle: Amgen-Studie "Medizinischer Fortschritt und der Biotech-Standort Deutschland", Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag von Amgen, Juli 2019; Grafik: Amgen; PM 20-2019-1


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