Ärzte bevorzugen derzeit persönliche Kontakte

Grafik: Vendus & LifesightsWas macht die Corona-Krise mit dem Kommunikationsverhalten der Ärzte? Eine Befragung* zeigt, dass Corona die Kanalpräferenzen innerhalb kurzer Zeit tatsächlich verändert hat.

Gefragt wurden jeweils 60 Onkologen und Dermatologen, wie sie fachlichen Informationen übermittelt bekommen wollen. Die Veränderungen von August 2019 zu September 2020 sind ziemlich deutlich. War vor einem Jahr die E-Mail das präferierte Kommunikationsmedium (Onkologen 55%, Dermatologen 60%), so ist jetzt der persönliche Kontakt (Onkologen 52%, Dermatologen 58%) die erste Wahl.

„Ein Vergleich der Studienergebnisse aus den Jahren 2019 und 2020 zeigt, dass sich die Präferenzen von Ärzten zwischen den Facharztgruppen unterscheiden und sich schnell verändern können", erkennt Guido Mecklenbeck, Geschäftsführer der Vendus. „Für die Pharmaindustrie ist es umso wichtiger, die individuellen Vorlieben zu kennen und zielgruppengerechte Kommunikationskanäle zu wählen. Nur so lassen sich effiziente Kontaktstrecken erzeugen."

Die Studie belegt auch, dass sich die bevorzugten Kommunikationskanäle je nach Facharztrichtung unterscheiden und in Teilen auch alters- und geschlechtsabhängig sind. Eine gezielte Ansprache von Ärzten erfordere daher in erster Linie eine Analyse der Adressatengruppe: Welcher Facharztgruppe gehören die anzusprechenden Ärzte an? Befinden sich unter ihnen überwiegend Männer oder Frauen? In welchem Verhältnis zueinander sind die verschiedenen Altersgruppen vertreten? Das A und O sei die darauf basierende Eruierung individueller Präferenzmodelle, um zielgenau den Arzt-individuell präferierten Kontaktweg- bzw. Kontaktmix zu kennen und punktgenau ohne Streuverluste synergetisch zu bedienen.

„Auch die Rahmenbedingungen und aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen haben Einfluss auf die Kontaktpräferenzen. Unter dem Eindruck der aktuellen Coronakrise beispielsweise zeigt sich ein verändertes Informationsverhalten", meint Dr. Timm Harder, Global Director Health Care The Lifesights Company. „Bevorzugten beide Berufsgruppen im vergangenen Jahr noch digitale Formate und E-Mails als Kontaktweg, haben sich in diesem Jahr die Studienergebnisse deutlich zum Vorteil für den persönlichen Kontakt verschoben."

Auch die gestiegene Zahl abonnierter Newsletter deute auf Corona-bedingte Veränderungen des Informationsverhaltens hin. Die elektronische Visite erfreue sich ebenfalls deutlich gestiegener Beliebtheit und werde vor allem von den jüngeren Ärzten verstärkt genutzt. Die zunehmende Digitalisierung mache vor allem in den heutigen Zeiten auch vor deutschen Arztpraxen nicht Halt. Die Bedeutung von Internet und Social Media werde bei der fachlichen Informationsrecherche für den HCP (Healthcare Professionals) immer wichtiger.

*Quelle: Vendus Sales & Communication Group, The Lifesights Company - RX-Multichannel-Monitor 2020, befragt wurden je 60 niedergelassene Onkologen und Dermatologen zwischen 26 und 65 Jahren; Grafik: Vendus & Lifesights; PM 19-2020-3


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