E-Rezept: Das große Unbekannte

Grafik: Kantar Wenige Monate vor der flächendeckenden Einführung des elektronischen Rezepts im Januar 2022 wissen die Deutschen noch sehr wenig über den Nachfolger des rosa Papierrezepts. 63% der Erwachsenen haben noch gar nichts vom E-Rezept gehört. Wann es eingeführt wird, wissen sogar 95% nicht.

Bei der Beurteilung von Vor- und Nachteilen des E-Rezeptes erwarten 27% mehr Vorteile, 8% mehr Nachteile und 58% weder noch. Bei der Einschätzung spielt das Alter eine große Rolle, je jünger die Befragten, desto höher ist die Erwartung von Vorteilen: bis 29 Jahre 47%, 30-39 Jahre 41%, 40-49 Jahre 34%, 50-59 Jahre 18%, ab 60 Jahre 15%.

69% der Befragten sehen die Papiereinsparung als wichtigsten Vorteil des E-Rezepts, 53% mehr Komfort, 50% unkomplizierte Kommunikation mit der Apotheke und 39%, dass man schneller an die Medikamente kommt. Also Nachteile schätzen 48% die fehlende Beratung in der Apotheke ein, 46% Datenschutzprobleme und 38% weniger soziale Kontakte.


Abgefragt wurde auch, wie das Internet für die eigene Gesundheit genutzt wird: 83% recherchieren Gesundheitsinformationen, 50% vereinbaren Arzttermine, 34% bestellen Gesundheitsprodukte und 43% Arzneimittel, 29% messen Datenaufkommen Gesundheits-Apps.


50% nutzen ihre elektronische Gesundheitskarte über Funktion als Versichertenausweis hinaus. Von denen, die das tun, aktualisieren oder speichern 78% ihre Adressangaben in der Arztpraxis, 32%, um einen Krankenversicherungsnachweis auf Reisen in Europa zu haben und 18%, um in der Arztpraxis Notfalldaten auf der Karte zu speichern.

Quelle: bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts KANTAR im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände unter 1.000 Deutschen, 20. - 22.4.2021; Grafik: Kantar; PM 10-2021-1


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