Medical Affairs: Notwendige Anpassungen

Grafik: ZS Die Coronapandemie hat den strategischen Ansatz von Medical Affairs beeinflußt, die Nach-Corona-Zeit erfordert es nun, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Eine Befragung* von über 100 Medical Affairs Mitarbeitern aus 40 weltweit agierenden Pharmaunternehmen sowie 224 Ärzten/innen und Meinungsführern (KOLs) hat ergeben, dass sich die Teams neu aufstellen müssen.

Während der Pandemiezeit haben sich virtuelle Treffen zwischen Medical Affairs Mitarbeitern und Ärzten/innen bzw. KOLs etabliert. So gehen KOLs davon aus, dass 60% ihrer zukünftigen Interaktionen weiterhin face-to-face bleiben. Doch 70% gaben auch an, dass sie mit virtuellen Kontakte sehr zufrieden sind. 51% der Medical Affairs Teams meinten, dass der Kontakt am besten funktioniert, wenn zuvor schon ein persönliches Treffen statt gefunden habe. Wenn es diesen persönlichen Kontakt vorher nicht gegeben hat, meinten 86%, dass die virtuelle Interaktion nicht gut gewesen wäre.

Die Befragung zeigt, dass die digitale Übermittlung von Informationen in bestimmten Fällen mehr geschätzt wird, als die persönliche Übergabe. So wollen 56% der Ärzte/innen und KOLs wissenschaftliche Artikel oder Literatur lieber virtuell als face-to-face erhalten, 53% sind es bei Publikation oder peer-reviewed Artikeln und 51% bei Kongress- bzw. Konferenzaktualisierungen.


Als zukünftige Bereiche, auf die sich Medical Affairs fokussieren sollte, nannten 77% der Ärzte/innen und KOLs patientenzentrierte Lösungen, um vor allem Wissenslücken zu schließen. 64% meinten, dass die digitale Verbreitung von sehr qualifiziertem medizinischen Content sowie krankheitsübergreifende Expertise einen zukünftigen Schwerpunkt ausmachen muss.


Ein wichtiger Punkt für Medical Affairs ist die Ausbildung. 53% der befragten Ärzte/innen und KOLs betonten, dass ein breiteres Wissen in wissenschaftlichen Bereichen und Therapiegebieten und das bessere Verständnis der Bedürfnisse der Zielgruppen wichtig sei. Mitarbeiter in Pharmaunternehmen gaben sogar zu 81% zu Protokoll, dass vermehrtes Training notwendig sei.

Quelle: ZS medical affairs outlook report 2021; Grafik: ZS; PM 18-2021-1


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