Der neue Optimismus

kpmg Die Wirtschschaftsprüfer von KPMG haben weltweit 1325 Entscheidungsträger von Pharmaunternehmen zu ihren Erwartungen befragt. Dabei zeigte sich eine positive Stimmung zu den Wachstumschancen und der allgemeinen ökonomischen Entwicklung. Es gibt aber auch ein paar Bedenken: u.a. die Lieferketten, Cybersicherheit und gesetzliche Auflagen. Auch scheint sich - verstärkt durch die Coronapandemie - ein neues Bewusstsein zu etablieren, dass sich große Probleme nur gemeinsam lösen lassen, wenn alle an einem Strang ziehen.


60% der Befragten sagten im Juli/August 2021 (2020: 42%), dass sie Vertrauen in die generelle wirtschaftliche Entwicklung und das Unternehmenswachstum haben, im Januar/Februar 2021 waren nur 42% (2020: 68%) so zuversichtlich. Als wichtige Faktoren, um das Unternehmenswachstum auch zu erreichen, nannten 60% mehr Investitionen in neue Technologien und 40% mehr Investitionen in die Fähigkeiten der Mitarbeiter. Was das Wachstum bedrohen könnte sind Cyberangriffe, Umweltrisiken, unterbrochene Lieferketten, Technologierisiken, Auflagen von Behörden sowie Betriebsrisiken.

Immer bewußter scheint den Führungskräften ihre soziale Verantwortung zu werden. So sagten 71%, dass sie persönlich für Fortschritte bei sozialen Themen verantwortlich gemacht werden. Allerdings gaben auch 56% zu, dass die Erwartungen der Öffentlichkeit, von Investoren und der Regierung so schnell wachsen würden, dass es kaum gelinge, diese zu erfüllen.


Ein Weg, mit den Erwartungen Schritt zu halten, sind ESG-Programme, die das Bewusstsein des Unternehmens für soziale und ökologische Faktoren belegen sollen. So bekundeten 30% der Befragten mehr als 10% des Unternehmensergebnisses in Nachhaltigkeitsprojekte zu investieren, bei 21% waren es 6-10% und bei 44% bis zu 5%.


In der Folge der Coronapandemie verfolgen 51% die Strategie, die Bürokapazitäten flexibler zu gestalten und 21% haben ihre Räume sogar abgespeckt. Ein weiterer Punkt, der in diesem Zusammenhang mehr Beachtung bekommt, sind neue Quellen der Wertschöpfung. 67% investieren deshalb mehr in das Auffinden von Störungspotentialen und innovativen Prozessen. 57% wollen sich Konsortien anschließen, die neue Technologien entwickeln, 52% die Unternehmenskultur bewerten, 50% mit Cloud-Anbietern Partnerschaften eingehen und 49% Produkte und Services auf Plattformen oder in sozialen Medien vermehrt anbieten.


 

Quelle: KPMG 2021 CEO Outlook; Foto: Titel Report; PM 20-2021-2


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