Amazon baut seinen Gesundheitsdienst aus

Foto: Website Amazon CareAmazon hat im September 2019 Amazon Care gegründet. Jetzt soll das virtuelle Gesundheitsangebot auf alle Mitarbeiter in der gesamten USA ausgedehnt werden. Auch fremde Unternehmen sollen in den Genuss des Service kommen.


Amazon Care ist eine virtuelles medizinisches Angebot mit Video-Sprechstunden und einer Betreuung in den eigenen vier Wänden. Dazu können die Mitarbeiter über eine Website oder das Smartphone Kontakt mit einem Arzt oder einer Krankenschwester aufnehmen und sich digital Ratschläge, Antworten auf Fragen, eine Diagnose oder Therapie holen. Auf Wunsch arrangiert Amazon Care auch einen Hausbesuch. Amazon begleitete die Einführung mit Erklärungen wie, man „wolle einen schnelle Zugang zur Gesundheitsversorgung ohne Terminvergabe" schaffen oder „Reise- und Wartezeiten eliminieren".

Am Anfang stand das Angebot nur Mitarbeitern und ihren Familienmitgliedern in der Region Washington zur Verfügung. Bis Sommer soll Amazon Care für alle Mitarbeiter in alles US-Bundesstaaten zugänglich sein. Außerdem wird es für andere Unternehmen geöffnet, die in Washington ansässig sind. In den nächsten Monaten soll auch dieses Angebot ausgeweitet werden.


Ob die virtuelle Pflegeplattform über die Grenzen der USA hinaus ausgedehnt wird, dazu gibt es nur Vermutungen. Fakt ist, dass Amazon das Gesundheitsgeschäft auch mit der Versandapotheke Amazon Pharmacy aggressiv vorantreibt. Und dass es für Amazon kaum Landesgrenzen gibt. Als Problem markieren Experten, dass Amazon viel transparenter werden und viel sorgsamer mit persönlichen Daten umgehen müsse, um das Vertrauen von Patienten zu gewinnen.

Foto: Website Amazon Care; PM 5-2021-1


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