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28. Januar 2012   Sie sind nicht eingeloggt    
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VitaBote startet
Der VitaBote läuft los: Die Otto Group hat seinen Arzneimittelbestelldienst gestartet. Mit einiger Verzögerung - angedacht war eigentlich Juli 2011. Nun können erst einmal Kunden in Hamburg online Medikamente bestellen. Die Auslieferung erfolgt über die lokalen Apotheken. "Dieser Service ist bisher einzigartig in Deutschland", preist das Unternehmen die eigene Idee an.

Foto: ABDA
Positionspapier der Union: Änderungen bei den Preisverhandlungen?
Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) liegt ein Positionspapier von Gesundheitspolitikern der Union vor. Und das hat es in sich. Beispielsweise steht darin, dass bei den Preisverhandlungen zwischen Herstellern und GKV-Spitzenverband einiges geändert werden soll: "Bei den Preisverhandlungen ist klarzustellen, dass die Referenzländer in ihrer Wirtschaftskraft mit Deutschland vergleichbar sein müssen, das Preisniveau von Rumänien oder Bulgarien ist sicher nicht angemessen."
Schlecker: Schnell wieder zur Normalität zurück
Schlecker hat am Montag, 23. Januar, einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Ulm eingereicht. "Angestrebt wird von Familie wie Management ein Insolvenzplan-Verfahren, mit dem Ziel das Unternehmen als Ganzes zu erhalten und somit einen großen Teil des Filialnetzes und damit auch der Arbeitsplätze," heißt es aus dem Unternehmen. Und auch die Kooperation mit der niederländischen Versandhandelsapotheke Vitalsana soll wie bisher weiterlaufen. Medien berichten, dass Unilever seit eben diesem Montag keine Waren mehr an die Drogeriekette liefert - bis durch den Insolvenzverwalter die Bezahlung garantiert werden kann.
Foto: AstraZeneca
Erste Preisverhandlung: Unter Beobachtung
Die Premiere der Preisverhandlung zwischen Pharmahersteller und GKV-Spitzenverband läuft: AstraZeneca möchte sich mit dem Verband über seinen Thrombozyten­aggregationshemmer Ticagrelor (BriliqueTM) im Preis einigen. Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, macht klar: "Faire Preise heißt für uns, dass sich die Gewinne der Pharmaindustrie am Zusatznutzen für die Patienten orientieren und nicht an den Wunschvorstellungen der Aktionäre." Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) sieht diese erste Verhandlung als "ein Systemwechsel im deutschen Gesundheitswesen" an.
Foto: ABDA
Apothekenmarkt 2011: Gedämpfter Umsatz und eine kleine Trendwende
Das vergangene Jahr ist laut der Analyse von Insight Health kein so erfolgreiches gewesen: Im verschreibungspflichtigen Apothekenmarkt ist der Wachstum bei 1,7% stehen geblieben. Von 2007 bis 2010 gab es dort noch Umsatzsteigerungen von rund 5%. Die Marktforscher entdecken aber eine Trendwende im apothekenpflichtigen Sortiment. 2011 wuchs dieses Segment um 2,8% - nachdem dort 2010 und 2009 der Umsatz gesunken war.
Foto: DAK
Erste Anhörung zu einem Orphan-Medikament
Am 24. Januar wird es ernst: Die Anhörung zum ersten Nutzenbewertungsverfahren für ein Orphan-Medikament (Pirfenidon, Handelsname Esbriet®) findet dann statt. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) kam anhand des Dossiers zu keinem positiven Fazit: Der Nutzen würde die Schadensaspekte nicht überwiegen und von daher gebe es keinen Zusatznutzen.
Foto: BARMER GEK
Wettbewerbsvorteil Selbstmedikation
Anscheinend haben die Kassen dieses Wettbewerbsinstrument noch nicht für sich entdeckt: Dem Deutschen Apothekerverband (DAV) zufolge können Versicherte auch rezeptfreie Medikamente erstattet bekommen. Allerdings entscheidet die Kasse, ob und wie viel sie ihren Versicherten entgegen kommt.
Foto: AOK-Mediendienst
Neue N-Größen an Verordnungen orientiert
Im Februar heißt es wieder für die Apotheker, dass sie sich auf neue Packungsgrößen umstellen müssen. Laut einer Aktualisierung der Packungsgrößenverordnung (PackungsV) sollen Arzneimittel, die seit Mai letzten Jahres neu im Markt sind, neue N-Größen haben. Als eine Begründung für die Umstellung wird der Versuch genannt, bei manchen Wirkstoffen die Packungsgrößen mehr den Verordnungen anzupassen.
Pharmaforschung
Im Dossierrausch
Mit voller Kraft voraus ins neue Jahr: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat die Dossiers für die neuen Wirkstoffe Fingolimod, Telaprevir, Regadenoson und Cabazitaxel überprüft. Das Dossier für das Diagnostikum Rapiscan® (Redadenoson) wurde kritisiert, weil "der pharmazeutische Unternehmer die erforderlichen Nachweise für die Nutzenbewertung nach § 35a SGB V dem G-BA trotz Aufforderung nicht vollständig vorgelegt hat. Die in § 35a Abs.1 Satz 5 SGB V angeordnete Rechtsfolge ist, dass ein Zusatznutzen als nicht belegt gilt." Bis zum 6. Februar können nun noch schriftliche Stellungnahmen beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eingereicht werden.
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