GKV-Verordnungen im ersten Halbjahr: Verbrauchsmengen steigen weiter an Insight Health konnte einen kleinen Rückgang bei den abgerechneten
Arzneimittel-Verordnungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
verzeichnen: Im ersten Halbjahr 2010 sanken diese gegenüber dem ersten
Halbjahr 2009 um 0,4% auf 335,8 Mio. Verordnungen (1. Halbjahr 2009:
337,2 Mio. Verordnungen). Allerdings beobachtet das
Marktforschungsunternehmen, dass sich der Trend zu größeren Packungen
fortsetzt. Denn die realen Verbrauchsmengen stiegen ungeachtet wie
in den Vorjahren an.
Poker um Genzyme-Übernahme Sanofi-Aventis würde gerne das amerikanische Biotechnologie-Unternehmen
Genzyme übernehmen. Aber Genzyme ziert sich. Nun ist Sanofi an die
Öffentlichkeit gegangen. In einem Brief appelliert Christopher A.
Viehbacher, CEO von Sanofi, an den Chef von Genzyme, Henri A. Termeer:
"... Wir glauben, dass nun der richtige Zeitpunkt für Sie und den
Genzyme Vorstand ist, einen potentiellen Abschluss in Betracht zu
ziehen, der für die Genzyme Aktionäre den Wert maximieren wird." Das
Angebot beläuft sich auf 18,5 Mrd. US-Dollar. Genzyme hat nun auch in
einem veröffentlichten Brief reagiert: "Ohne Ausnahme glaubt jedes
Vorstandsmitglied, dass dies nicht die richtige Zeit ist, das
Unternehmen zu verkaufen."
spectrum|K-Ausschreibung: 396 Zuschläge an 51 Generikaunternehmen Das BKK-Gemeinschaftsunternehmen spectrum|K hat in der zweiten
Ausschreibung die Zuschläge für 200 Fachlose und 396 Zuschläge erteilt.
Davon haben eher die bekannten Generika-Hersteller profitiert.
Insgesamt sind nun 51 Unternehmen mit an Bord. Die Laufzeit der
Rabattverträge beginnt voraussichtlich am 1. Januar 2011 und soll über
zwei Jahre dauern.
Stolperfalle Studien im Ausland Die US-Behörden nehmen die Pharmahersteller stärker ins Visier, das
berichtet das Handelsblatt. So ermitteln das amerikanische
Justiziministerium und die US-Börsenaufsicht SEC gegen große
Unternehmen. Grund: Mögliche Bestechungs-Vergehen im Ausland.
Hintergrund ist eine Studie des amerikanischen Gesundheitsministeriums.
Dort wird moniert, dass viel zu viele Arzneimittelzulassungen auf
klinischen Studien im Ausland beruhen würden. Und die amerikanische
Behörde FDA (Food and Drug Administration) kontrolliere diese Verfahren
viel zu selten. Deutsche Pharmafirmen seien bisher nicht von der
Untersuchung betroffen.
Actavis in Händen der Deutschen Bank Eigentlich hatte die Deutsche Bank es ja anders gewollt: Eine Fusion
von ratiopharm mit Actavis - bei dem isländischen Generikakonzern ist
die Bank der größte Gläubiger. Das hat nicht geklappt, Teva hat das
Rennen gemacht. Nun hat die Bank die angeschlagene Actavis übernommen.